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Standortbestimmung auf Neujahrsempfang der KHWE

Kreis Höxter (ozm) - "Ein Gesundheitsunternehmen unter den heutigen Rahmenbedingungen zu führen, erfordert permanente Innovationsfähigkeit." So fasste der Verwaltungsratsvorsitzende Marcel Giefers beim Neujahrsempfang der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) die Herausforderungen des Verbundes zusammen, unter dessen Dach sich vier Krankenhäuser, fünf Seniorenhäuser und ambulante Pflegestation um die medizinische Versorgung und Pflege im Kreis Höxter kümmern. Giefers begrüßte neben den Führungskräften der KHWE den Landrat und die Bürgermeister, den Bundestagsabgeordneten Christian Haase und die Vertreter der Gesellschafter.

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V.l.: Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers, der Ärztliche Direktor Prof. Ludger Bahlmann, Referentin Dr. Alexandra Jorzig, die Bürgermeister Burkhard Deppe (Bad Driburg), Alexander Fischer (Höxter) und Hubertus Grimm (Beverungen), die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Grewe (Brakel), Bürgermeister Carsten Torke (Steinheim) sowie Geschäftsführer Reinhard Spieß.

© Foto: privat

Ein Beispiel für Herausforderungen im Gesundheitswesen ist die Digitalisierung: "Es gilt, den technischen Fortschritt für die Medizin zu nutzen und dabei gleichzeitig ständig alle Standards in Sicherheit und Datenschutz einzuhalten," so Giefers. Mit der Verbundbildung habe sich die KHWE gut auf solche Herausforderungen vorbereitet, fuhr Geschäftsführer Reinhard Spieß fort und verwies auf eine positive Leistungsbilanz in den vergangenen zehn Jahren: "Die standortübergreifende Zusammenarbeit hat sich bewährt und muss noch weiter vorangetrieben werden. Nur so können wir die Zukunft aller Einrichtungen sichern und sogar noch wachsen."
Im Fokus stehe die weitere Spezialisierung der Kliniken: "Wir müssen mit den Entwicklungen in der Medizin mitgehen. So haben wir zum Beispiel im vergangenen Jahr die Psychosomatik in Brakel gegründet. Darüber hinaus wurde neben der bestehenden Klinik für Gefäßchirurgie in Bad Driburg zusätzlich in Höxter eine Abteilung für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie etabliert. Brakel wollen wir in diesem Jahr als spezialisierten Standort für Knochenchirurgie weiter ausbauen", führte Spieß aus.
Im Bereich der Pflege stehe 2017 die Sanierung des St. Josef Seniorenhauses in Bökendorf an sowie ein Neubau für die Tagespflege. "Alle Standorte müssen weiterentwickelt werden. Aber nur 36 Prozent unserer Krankenhaus-Investitionen sind über Fördermittel abgedeckt, alles andere müssen wir mit Eigenmitteln oder über Kredite bewältigen. Hier ist die Landespolitik gefragt", so Spieß. Zu den größeren Baumaßnahmen gehörten außerdem die zentrale Krankenhausküche in Steinheim, die im Juni fertiggestellt werden soll, sowie die kommende Fassadenrenovierung in Höxter, die in diesem Jahr begonnen werden soll.
Eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung des Unternehmens spiele auch, genug Nachwuchs in Medizin und Pflege zu gewinnen. "Wir investieren viel, um junge Menschen für diese Berufe zu begeistern und sie gut auszubilden. Eine eigene Gesundheitshochschule zu realisieren wäre dafür ein weiterer Schritt", erklärte Spieß.
Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurde der neue Chefarzt der Kinderklinik, Firooz Ahmadi, offiziell eingeführt. Die Juristin Dr. Alexandra Jorzig referierte anschließend über die neuesten Entwicklungen im Medizinrecht. Qualität und Compliance, also die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen, spielen dabei eine große Rolle.

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