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SPD für verlässliche Finanzierung des Frauenhauses

„Damit die Einrichtung sich auf ihre wichtige Arbeit konzentrieren kann“

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Julia Franzmann: „Bedrohten Frauen Schutz bieten und ihnen Distanz ermöglichen.“

© Foto: privat

Kreis Höxter (ozm) - „Frauen, die Schutz vor häuslicher Gewalt suchen, müssen Hilfe bekommen. Das gilt für alle: sowohl die Frauen, die aus diesem Grund zu uns in den Kreis Höxter kommen, als auch für die Frauen aus dem Kreis Höxter, die jenseits der Kreisgrenzen Schutz suchen und Distanz gewinnen wollen.“ Julia Franzmann, stellvertretende Vorsitzende der Kreis-SPD, formuliert diese Grundforderung der Sozialdemokratie im Kreis Höxter.
Der SPD-Kreisverband hat sich über die Lage der Frauenhausarbeit aus erster Hand informiert. Gertrud Flore, Geschäftsführerin des Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) in Warburg, in dessen Trägerschaft sich das Frauenhaus befindet, war zu Gast in der digitalen Sitzung. Häusliche Gewalt nehme zu; die Auslastung von Frauenhäusern sei besonders in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Anfragen an Frauenhäuser steigen bundesweit kontinuierlich. Auch das Frauenhaus- und Kinderschutzhauses im Kreis Höxter stößt immer wieder an seine Aufnahmegrenzen.
Diese Entwicklung stelle die Arbeitsweise, die Strukturen und die Finanzierung der Einrichtung vor neue Herausforderungen, so die Geschäftsführerin des SkF. Getrud Flore erläuterte: „1994 wurde das Frauenhaus im Kreis Höxter als eines der letzten in Nordrhein-Westfalen eingerichtet und bietet seitdem bis zu neun Frauen und zehn Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, einen Zufluchtsort. Diesen nutzen Frauen aus dem Kreis Höxter, aber auch aus anderen Orten in NRW und ganz Deutschland.“ Häusliche Gewalt gehe durch alle Schichten und betreffe alle Bevölkerungsgruppen.
Die Finanzierung des Frauenhauses sei auf drei Säulen aufgebaut, einem Zuschuss des Landes, einem Anteil des Kreises und einem Eigenanteil der Frauen. Die SPD will sich für die Stabilisierung und Verlässlichkeit der Finanzierung einsetzen. Julia Franzmann erklärt: „Unser Ziel ist es, das Frauenhaus finanziell sicher auszustatten. Damit erreichen wir, dass sich die Einrichtung voll auf ihre wichtige Arbeit mit den betroffenen Frauen und Kindern konzentrieren kann.“

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