Arbeitsplatz Natur – Restaurierung der Köhlerhütte

Brakel (ozm) - „Die Projekte des Kurses „Arbeitsplatz Natur“ zielen neben der Berufsorientierung darauf ab, einen Beitrag zu leisten, die Umwelt und das Ökosystem Wald für nachfolgende Generationen zu erhalten“, erklärt Marcel Fiekens, Lehrer für waldbezogene Umweltbildung an der Gesamtschule Brakel. Er leitet den Kurs „Arbeitsplatz Natur“, der im Unterrichtsfach Kultur angeboten wird, zusammen mit Waldarbeiter Ralf Müller.

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Der Unterricht findet im Modexer Wald statt und ist Bestandteil der Berufsorientierung der Gesamtschule Brakel.

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Der Unterricht findet im Modexer Wald statt und ist Bestandteil der Berufsorientierung der Gesamtschule Brakel. Schüler der Jahrgänge 8-10 können den Kurs wählen und somit forstliche Berufe hautnah erleben und kennenlernen. Es wird eine Kooperation zwischen der Stadt Brakel, der Gesamtschule Brakel und dem Hegering Brakel e.V. angestrebt. Aufgrund dieser Verzahnung wird eine Win-win-Situation geschaffen, da die Schülergruppe wöchentliche bzw. in Kompaktphasen am Wochenende, Tätigkeiten in forstlichen Berufen kennenlernen und ausüben. Die Stadt Brakel profitiert im Gegenzug durch die Vielfältige Unterstützung im forstlichen Bereich durch die Schüler der Gesamtschule. Neben dem Kennenlernen des Waldes unter wirtschaftlichen Voraussetzungen, erleben die Schüler die Zusammenhänge zwischen Klima und Natur. Sie werden sensibel für die Erfordernisse im Umgang mit der Natur und erkennen die Verantwortung, die sie schon als junge Menschen haben. Schüler Marek Martin ist begeistert von dem Angebot und sagt: „Ich wollte immer draußen arbeiten, für mich wäre ein Bürojob nichts. Ich arbeite sehr gerne handwerklich und am liebsten im Wald“. Auch sein Mitschüler Marius Heinemann findet den Kurs abwechslungsreich und interessant. Er begründet seine Kursauswahl so: „Ich habe diesen Kurs gewählt, weil ich mich besonders für forstliche Berufe interessiere und ich diesen Kurs zur Berufsorientierung nutzen will.“
Inhalte des Kurses sind unter anderem die Aufforstung der Windwurfflächen, Pflanzen, Pflegen und Schützen von Bäumen, Pflanzung von Hecken an Waldrändern (Windschutzstreifen) und Gerätekunde. Außerdem werden die Aufgaben eines Forstwirts besprochen und die Waldarbeit früher und heute verglichen.
In einer Kompaktphase stand die Sanierung und Restaurierung der Köhlerhütte im Modexer Wald auf dem Unterrichtsplan: Der äußere, mit Stangenholz verkleidete Teil der Hütte muss erneuert werden. Die Schüler haben bereits gefälltes Stangenholz aus dem Wald transportiert und mit Schäleisen kleinere Äste und die Rinde der Stämme entfernt. Danach wurden die bearbeiteten Stangen zur Weiterverarbeitung sachgemäß gelagert. In einem nächsten Schritt wird die bisherige Verkleidung der Hütte von den Schülern abgetragen und mit dem bereits vorbereitetem Material erneuert.
Marcel Fiekens freut sich, dass das Angebot mit viel Engagement der Schüler angenommen und umgesetzt wird: „Aufgrund der oben genannten Themen ergibt sich eine vielfältige Herangehensweise und damit ein großes Angebot für die Schüler, sich mit dem Ökosystem Wald und seinen Funktionen auseinanderzusetzen.“ Keine Waldaktion stehe für sich alleine, sondern sei immer eingebunden in das Gesamtprojekt, um Bildung für nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, so der erfahrene Pädagoge.