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Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung

Beihnahekatastrophe in Reelsen

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Streifenwagen bei der Unfallaufnahme am 22. Juli 2019.

© Foto: privat

Reelsen (ozm) - Am Montag, 22.7.2019, fand in der Reelser Martinus Kirche eine Trauerfeier statt. Anschließend wurde das Hauptportal geöffnet, damit der Trauerzug die Kirche verlassen und die Detmolder Straße überqueren konnte. Nachdem der Pfarrer und einige Trauergäste bereits die Straße überquert hatten, fuhr ein wartender 40-Tonner-LKW unvermittelt an. Einer der Angehörigen war auf die Straße getreten und konnte sich noch am Kühlergrill festhalten. Durch lautes Rufen und Nebenherlaufen der Trauergemeinde konnte der Fahrer des 40-Tonners aufmerksam gemacht werden und bremste seinen LKW stark ab. Dabei fiel der sich am Kühlergrill Festhaltende auf die Straße und verletzte sich. Die Polizei wurde informiert und erschien zügig am Unfallort. Unterdessen setzte der Trauerzug seinen geplanten Gang zur Aussegnung fort. Der Verletzte wurde danach ins Krankenhaus zur Untersuchung und Behandlung gebracht.
Nur wenige Tage zuvor, am 18. Juli 2019, fand an derselben und an zwei weiteren Stellen auf der Detmolder Straße eine Verkehrsschau statt. Diese wurde von engagierten Bürgern beantragt. Neben ca. 30 Reelser Bürgern waren auch Vertreter der Polizei, Kreis Höxter, Straßen-NRW und der Stadt Bad Driburg anwesend. Die Initiatorin Julia Seifert erklärte den Behördenvertretern die Problematik auf der sehr stark befahrenen L954, hier die Detmolder Straße. An der Kirche überqueren täglich viele Menschen, oft gehobenen Alters, die L954, um auf dem Friedhof die Gräber zu pflegen und zu besuchen. Viele Fahrzeuge bremsen trotz des Ortseingangschildes nicht ab und gefährden die Menschen. Etwa 100 Meter weiter befindet sich ein Zebrastreifen. Auch hier wird viel zu schnell gefahren und werden auch die an der Detmolder Straße wohnenden 23 Kinder gefährdet. Erst kürzlich wurde eine junge Frau auf dem Zebrastreifen angefahren und schwer verletzt.
Am Ortseingang von Bad Driburg kommend quert ein viel begangener Wander- und Fußweg die Detmolder Straße. Auch hier ist es schon zu vielen Gefährdungen gekommen. Die Bürger wünschen eine Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung an den drei besonders gefährlichen Stellen, das heißt, an den zwei Ortseingängen je eine Insel als Querungshilfe und anstelle des Zebrasteifens eine Fußgängerampel, ggf. mit „Alles Rot“–Schaltung oder „Grün bei 50“ Regelung.
Bezüglich der Verkehrsberuhigung im Lerchenfeld wurden folgende Punkte erörtert: Einrichtung eines Zebrastreifens sowie Fahrstreifenverengung im Bereich des Ortseingangs von Bad Hermannsborn kommend. Es wurde die unfallträchtige Parksituation vor dem Kindergarten auf dem Lerchenfeld besprochen.
Der Heimatverein Reelsen unterstützt die oben genannten Forderungen vollumfänglich, so die Vorsitzenden Elmar Krull und Dr. Uwe Schicktanz.

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