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Neue Nutzung für altes Gebäude

Bürgermeister übergibt symbolischen Schlüssel

Brenkhausen (ozm) - Wer durch Brenkhausen fährt, dem fällt das ortsbildprägende Gebäude mit dem Türmchen unweigerlich auf. An der Kreisstraße in der Mitte des Ortes gelegen diente es viele Jahre der örtlichen Feuerwehr als Spritzenhaus. Nun bekommt es eine neue Funktion.

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Symbolische Schlüsselübergabe vor dem ehemaligen Spritzenhaus in Brenkhausen – (v.l.) Johannes Hüls (Bezirksverwaltungsstellenleiter), Dominik Rüther (2.Vorsitzender Heimatschützenverein Brenkhausen), Alber Speith (künftiger Ortsausschussvorsitzender) und Bürgermeister Daniel Hartmann.

© Foto: Stadt Höxter

Der Heimatschützenverein Brenkhausen hat das mehr als 100 Jahre alte Gebäude jüngst von der Stadt Höxter erworben. Für einen symbolischen Kaufpreis von 1 Euro geht das Backsteinhaus nun in das Eigentum der Schützen über. Hierfür verpflichtet sich der Verein, dass Erscheinungsbild und die historische Substanz zu erhalten und notwendige Bauunterhaltungsmaßnahmen durchzuführen. „Wir Schützen freuen uns, ein Wahrzeichen Brenkhäuser Ortsgeschichte zu erhalten. Gleichzeitig schaffen wir notwendige Lagerräumlichkeiten für unsere Vereinszwecke.“ berichtet Dominik Rüther, zweiter Vorsitzender des Heimatschützenvereins. Dass hierfür auch viel Arbeit aufgebracht werden muss, ist ihm bekannt. So muss unter anderem das Dach wegen Undichtigkeiten erneuert werden. Neben handwerklichen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder wird die Finanzierung hierfür auch durch Fördermittel realisiert. Durch das Projekt „100 Förderpakete für die Region“ des Energielieferanten „Westfalen Weser“ wurden bereits 770 Euro zugesichert. Weitere Unterstützungsgelder stehen aus dem „Dorferneuerungsprogramm 2021“ in Aussicht.
„Ich freue mich sehr, dass dieses historische Gebäude auch in Zukunft sinnvoll weiter genutzt werden kann. Besonders finde ich klasse, dass hier auch eine kleine Dorfwerkstatt eingerichtet wird, um künftig weitere Projekte im Schelpedorf zu realisieren“, so Bürgermeister Daniel Hartmann bei der symbolischen Schlüsselübergabe in Brenkhausen. Zuletzt diente das Objekt als Lager für den städtischen Ortschaftsarbeiter. „Für die Zukunft besteht seitens der Stadt Höxter keine Verwendung mehr“, erklärte Daniel Hartmann den Grund für den Verkauf an den Heimatschützenverein Brenkhausen.
Ein neues Kapitel in der Geschichte des kleinen ortsbildprägenden Gebäudes beginnt. Das diese Geschichte bereits vor der erstmaligen Nutzung als Spritzenhaus im Jahr 1933 begann, wusste Bezirksverwaltungsstellenleiter Johannes Hüls beim Übergabetermin zu berichten. „Im Kataster von 1831 wurde das Grundstück erstmalig als Flurstück benannt“, berichtet Johannes Hüls. „In der Zeit, als eine Vielzahl junger Handwerker nach bestandener Gesellenprüfung auf die Walz ging, diente das Backsteingebäude als Nachtquartier.“

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