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Wissen.Schafft.Dialog.

Chancen der Digitalisierung bewusst nutzen

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V.l.: Prof. Dr. Klaus Maas (Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Direktoriumsmitglied des ZZHH); Prof.‘in Dr. Yvonne-Christin Bartel (Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Vizepräsidentin für Bildung und Internationalisierung); Prof. Dr. Ulrich Harteisen (HAWK, Direktoriumsmitglied des ZZHH); Prof. Dr. Stephan Humer (Hochschule Fresenius, Berlin), Heidrun Wuttke (Projektreferentin Smart Country Side) und Prof. Dr. Stefan Wolf (Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Sprecher des Standortes Höxter).

© Foto: privat

Höxter (ozm) - Am 8. Mai 2018 fand im Audimax der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Höxter für alle Bürgerinnen und Bürger der Kreise Höxter, Holzminden und Lippe die öffentliche Veranstaltung Wissen.Schafft.Dialog. statt, die vom Zukunftszentrum Holzminden-Höxter (ZZHH) in Kooperation mit dem GfW-Projekt „Smart Country Side“ (SCS) ausgerichtet wurde. Nahezu 70 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer folgten den Ausführungen zweier renommierter Wissenschaftler und stellten deren Hypothesen auf den Prüfstand.
Digitalisierung ist überall und wir sind alle online – bewusst oder unbewusst. Schon beim simplen Vorgang des Geldabhebens am Bankautomaten werden wir Teil der digitalen Welt. Mit dieser Feststellung legte Professor Dr. Stephan Humer, Diplom-Soziologe und Informatiker und seit 2017 Professor an der Hochschule Fresenius in Berlin, den Grundstein für sein Credo, dass Digitalisierung zu einer Selbstverständlichkeit für jedermann werden müsse, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Verbunden mit einer kontinuierlichen Selbstreflektion über die eigenen Bedürfnisse und den Umgang mit digitalen Möglichkeiten könne so eine digitale Kultur entstehen, die Humer als essentiell für eine gelingende digitale Transformation unserer Gesellschaft ansieht.
Gerade für Dörfer könne der digitale Wandel enorme Chancen bieten, stellt Prof. Dr. Ulrich Harteisen von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim/Holzminden/Göttingen fest. Standortnachteile wie beispielsweise eine periphere Lage können durch Digitalisierung kompensiert werden und vor allem die wirtschaftliche Attraktivität von Dörfern erhöhen. Angst vor der digitalen Transformation brauchen Dörfer seiner Meinung nach nicht zu haben: „Dörfer sind extrem anpassungsfähige Gebilde. Die meisten von ihnen blicken auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück, die geprägt war von unzähligen Neuerungen und Wandlungen. Und doch haben die meisten Dörfer es geschafft, bis heute zu überleben.“
Beide Vorträge wurden aufgezeichnet und können unter http://opencast.hawk.de:8080/engage/ui/index.html eingesehen werden.
Die nächste Veranstaltung der Reihe Wissen.Schafft.Dialog. findet nach den Sommerferien zum Thema Gesundheit 4.0 im Weserberglandforum der HAWK in Holzminden statt.

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