Drucken Versenden

Corveyer Gesundheitsgespräch: Volksleiden Hämorrhoiden

Bild anzeigen

Prof. Joachim Mellert klärt bei den Corveyer Gesundheitsgesprächen über Behandlungsmöglichkeiten krankhaft veränderter Hämorrhoiden auf.

© Foto: privat

Höxter (ozm) - Rund 50 Zuhörer informierten sich beim Corveyer Gesundheitsgespräch mit Chefarzt Prof. Joachim Mellert zum Thema Hämorrhoidalleiden. In den westlichen Industrieländern sind bis zu 50 Prozent der Bevölkerung davon in unterschiedlichem Ausmaß betroffen. Neue Methoden wie Laserverfahren helfen, wenn Vorbeugung und Alternativbehandlungen nicht zum Erfolg führen.
Hämorrhoiden sind ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegte Gefäßpolster, die dem Feinverschluss des Afters dienen: Jeder Mensch hat sie. „Diese eigentlich nützlichen kleinen Polster werden erst dann krankhaft oder verursachen Symptome, wenn sie ihre ursprüngliche Position verlassen und nach außen vorwandern und sich das Blut staut“, erklärt Prof. Mellert, der die Klinik für Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie des Klinikum Weser-Egge am Standort Höxter leitet.
Besonders häufig treten krankhaft veränderte Hämorrhoiden bei Menschen auf, die viel sitzen oder stehen, wenig Sport treiben, ballaststoffarm essen oder unter Verstopfung leiden. Manchmal haben Frauen nach Geburten damit Probleme oder Menschen mit einem schwachen Bindegewebe. Symptome sind zum Beispiel Nässen, Juckreiz und vor allem Blutungen.
Erst wenn Ursachenbekämpfung und alternative Behandlungen nicht erfolgreich sind oder die Hämorrhoiden ernsthafte, lang anhaltende Symptome verursachen, wird ein chirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen. „Im frühen Stadium kann häufig bereits eine Salbe oder eine Verödung helfen. Sollte der Betroffene allerdings doch noch eine Operation benötigen, wird diese schonend und relativ schmerzfrei durchgeführt“, so Prof. Mellert.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder