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Frauen unter sich in kreativer Höchstform

Ein wenig den Vorhang zur Theater-Werkschau lüften

Höxter (ozm) - Die Absage von Veranstaltungen durch die Corona-Pandemie betraf auch die auf dem Programm der Frauenaktionswoche stehende Werkschau eines theaterpädagogischen Workshops.

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Postkarte, von einer Workshop-Teilnehmerin erstellt.

© Grafik: privat

Für alle, die gerne gekommen wären oder neugierig sind auf das, was sich dahinter verbergen könnte, möchte Kristin Launhardt-Petersen, die Initiatorin der Veranstaltung von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Höxter, ein wenig den Vorhang lüften.
Ausgangspunkt der geplanten Werkschau war ein Workshop mit dem Titel „Was sagt dein Kopf? – Was fühlt dein Herz?“, der vorab im Rahmen der Frauenaktionswoche stattfand. Unter der Leitung der Theaterpädagogin Melanie Peter beschäftigten sich 16 Frauen im Alter zwischen 16 und 78 Jahren mit Alltagsfragen und -themen aus ihrem ganz persönlichen Erfahrungshorizont heraus. Die Gruppe war sehr gemischt mit Teilnehmerinnen, die noch die Schule besuchen, voll berufstätig, selbständig, in Elternzeit, Rentnerin oder ohne Erwerbstätigkeit sind, und aus unterschiedlichsten Berufen kommen.
Dass der Workshop im Historischen Rathaus Höxter ein spannendes Experiment für die Beteiligten sein würde, war den Verantwortlichen klar. „Frauen haben viele tolle Ideen und sind unendlich kreativ. Dieser Workshop soll Lust machen, die eigenen Ausdrucksformen auszuprobieren und vielleicht ganz neues Terrain dabei zu erkunden“, hatte Kristin Launhardt-Petersen im Vorfeld angekündigt. „Es hat mich sehr beeindruckt zu sehen, wie kreativ Frauen sind, wenn sie einmal Raum und Zeit nur für sich und mit anderen Frauen haben“, sagte sie im Anschluss an die Veranstaltung.
In anregender und sehr einfühlsamer Art und Weise hat Melanie Peter die Teilnehmerinnen mit unterschiedlichsten Übungen dahin geführt, Ausdrucksformen für das zu finden, was ihnen jeweils auf der Seele lag. „Ein roter Faden führte uns durch die Veranstaltung, brillant gemacht“, fand Tatjana Holtwick und fügte noch an, sie habe die Leichtigkeit des Lebens erlebt. Themen wie Mut, Trauer, Freude, Beziehung oder Veränderung beschäftigten die Frauen, und am Ende präsentierten sich alle gegenseitig ein paar kleine selbstentwickelte Mini-Theaterszenen, die in kleinen Gruppen entstanden sind.
Eine Teilnehmerin freute sich über das Ergebnis ihrer Kleingruppenarbeit und nahm für sich mit, dass „ich mich selber mehr wertschätzen muss. Es ist mein erster freier Nachmittag seit 27 Jahren, aber der nächste wird sicher nicht erst in so vielen Jahren stattfinden.“
„Ich bin stark“, „Mut ist ein Muskel, der trainiert werden kann“ oder „Höxter ist schön“ sind einige der Szenen, die während des Workshops entstanden sind. „Die Werkschau soll auf jeden Fall noch stattfinden. Wann, wird sich zeigen, aber es lohnt sich, zu kommen“, so Kristin Launhardt-Petersen. Ganz besonders freue sie sich, dass die Impulse von Melanie Peter auch über den Workshop hinausgewirkt haben, denn „Johanna Schmalstieg hat als Teilnehmerin Postkarten zu einigen Themen aus dem Workshop entwickelt, die bei der Werkschau ebenfalls präsentiert werden sollen. Ein Beispiel hat sie uns vorab zur Verfügung gestellt“.
Gerade jetzt, in der Corona Krise mit der sehr begrenzten Ausgangsmöglichkeit, werden Paare und Familien vor extreme Herausforderungen gestellt.
Fachfrauen warnen vor einem Anstieg häuslicher Gewalt aufgrund von Überforderung. NEIN zu sagen ist der Anfang für einen Ausstieg aus dem Kreislauf der häuslichen Übergriffe. Dies drückt die Karte von Johanna Schmalstieg eindrücklich aus.

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