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Gymnasium St. Xaver erneut „Schule der Zukunft“

Einsatz für nachhaltiges Handeln gewürdigt

Bad Driburg (ozv) - Für die erfolgreiche Teilnahme an der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ wurde das Gymnasium St. Xaver ausgezeichnet.

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Die offizielle Auszeichnungsfeier musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Die Nachricht über die erfolgreiche Teilnahme an der Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ sorgte natürlich trotzdem für große Freude.

© Foto: St. Xaver

Zum dritten Mal in Folge wurde damit das Engagement der Schulgemeinde in Sachen Nachhaltigkeit gewürdigt.
Bei „Schule der Zukunft“ handelt es sich um eine Kampagne, die vom Umwelt- und vom Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen getragen wird und zum Ziel hat, Schülerinnen und Schüler im Sinne des UNESCO-Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu erziehen. Kinder und Jugendliche finden sich schließlich in einer Welt wieder, die vor enormen Herausforderungen steht. Ihnen das Handwerkszeug für eine Welt von morgen zu geben, darum geht es den am Gymnasium St. Xaver für dieses Aktionsprogramm verantwortlichen Schülern und Lehrern.
Dafür haben sie in den vergangenen Jahren im Rahmen des schulinternen Netzwerks „Fair-Netzt“ zusammen mit außerschulischen Partnern Projekte durchgeführt, an denen beispielhaft Entscheidungen im Spannungsfeld von ökologischen, sozialen und ökonomischen Perspektiven getroffen und systemische und globale Zusammenhänge erkannt wurden.
So beschäftigte sich u. a. die Umwelt-AG mit den Folgen, den Plastikmüll ⎼ auch innerhalb der Schule ⎼ verursacht. In der Bienen- bzw. Schulgarten-AG wurde sich mit den Vorteilen regionaler Lebensmittelproduktion auseinandergesetzt. Die dabei entstandenen süßen Ergebnisse konnten in der Schulmensa oder bei Schulveranstaltungen verköstigt werden.
Die Bedeutung, den ein fair gestalteter Wirtschaftshandel für die Menschen vor Ort in den sogenannten Entwicklungsländern hat, wurde bei einem Vortrag von Pater Arturo Estrada SJ aus Mexiko deutlich. Er berichtete Schülerinnen und Schülern anschaulich, welche positiven Folgen daraus für eine ganze Region erwachsen können. Entsprechend war es für die Fair Trade-Gruppe der Schule nur selbstverständlich, selbst die Initiative zu ergreifen und fair gehandelte Produkte in der Schulpause und bei Schulveranstaltungen zu verkaufen.
Das galt auch für das Engagement der gesamten Schulgemeinde, die sich Jahr für Jahr im Rahmen einer Missionspartnerschaft für die Freundinnen und Freunde im fernen Bolivien einsetzt. So wurde sich u. a. für die Wasserversorgung eines Feldes des Internats der Steyler Missionsschwestern im kleinen Bergdorf Tapacari stark gemacht. In gleicher Weise unterstützten Schüler, Eltern und Lehrer die Aktion „End Polio Now“, bei der in Kooperation mit dem Rotary-Club Bad Driburg PET-Schraubverschlüsse zur Finanzierung von Polio-Impfungen gesammelt wurden.
Darüber hinaus ist auch das große Engagement der Schülervertretung hervorzuheben, die u. a. mit dem Verteilen von Fair Trade-Rosen am Valentinstag ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Die Einführung eines Mehrweg-Pfandbechers in der Schulmensa in Kooperation mit dem Kreis Höxter und weiteren Firmen und Geschäften in der Region stellte einen spürbaren Schritt zur Müllvermeidung dar. Nachdenklich stimmte aber auch der Vortrag von Dieter Schonlau und Sandra Hanke über die Bedeutung des Regenwaldes ⎼ eine Veranstaltung, die mitunter zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung über den Umgang des Menschen mit unserer Erde führte.
Insofern blickt die Schulgemeinde des Gymnasiums St. Xaver auf viele bemerkenswerte Projekte und Veranstaltungen in den vergangenen Jahren zurück, die einmal mehr vor Augen führen, was gemeinsam erreicht werden kann ⎼ ganz im Sinne des Leitspruchs der Schule „Eine Mission fürs Leben!“. Dass dieses Engagement nach 2012 und 2015 nun zum dritten Mal in Folge mit dem Schulpreis „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ gewürdigt wurde, freut alle Beteiligten umso mehr.

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