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Weiter Bedarf an Spenden

Flüchtlingshilfe erfolgreich

Von Barbara Siebrecht
Brakel – Die Arbeit der ökumenischen Flüchtlingshilfe Brakel ist in elf Bereichen eine unschätzbar wertvolle Hilfe für die Geflüchteten. Ein guter Rat, Begleitung bei Behördengängen, Hilfe bei der Wohnungssuche, Freizeitgestaltung, Weiterbildung und das Erlernen der deutschen Sprache, Anleitung zur Selbsthilfe und Hilfe bei der Wohnungseinrichtung sind einige Arbeitsfelder. Etwa 30 Aktive arbeiten in elf Teams zusammen. In einem Pressegespräch mit Bürgermeister Hermann Temme, Sozialarbeiterinnen der Caritas und Vorstandsmitgliedern des Fördervereins und der Flüchtlingshilfe wurde auf den weiteren Bedarf an Spenden aufmerksam gemacht

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Hans-Georg Harrer (Flüchtlingshilfe), Karin Schell (Vors. Förderverein), Marion Benzait (Sozialarbeiterin der Caritas), Bürgermeister Hermann Temme und Rudolf Mönikes (Schatzmeister Förderverein). Es fehlt Sozialarbeiterin der Caritas Gertrud Bouzaima.

© Foto: Siebrecht

„Das Interesse am Thema Flüchtlingshilfe ist in der Öffentlichkeit rückläufig, der Bedarf an Spenden und Fördergeldern geht aber nicht zurück“, erläuterte der Schatzmeister des Fördervereins der Flüchtlingshilfe, Rudolf Mönikes. „Wir möchten heimische Betriebe und Firmen demnächst persönlich ansprechen, unsere Arbeit vorstellen und um Spenden bitten “, sagte Hans-Georg Harrer von der ökumenischen Flüchtlingshilfe.
Die Mittel des Fördervereins, der Ende 2015 gegründet wurde, werden zum Beispiel für die Anschaffung von Fachbüchern für Menschen in Ausbildung oder für Sprachlernbücher verwendet. In Einzelfällen ist schnelle und unbürokratische Hilfe in Form von Geldmitteln als „Minikredit“ nötig, wenn zu erwartende Bewilligungen von Behörden sich verzögern.
Ein verlässlicher Partner des Fördervereins sei das Erzbistum Paderborn. Auf Antrag des Fördervereins gewährt das Bistum eine Bezuschussung von 90 Prozent für Projekte, wie das Beratungscafé und die Fahrradwerkstatt. Zehn Prozent der benötigten Gelder muss der Förderverein selber aufbringen und ist dabei auf Spenden angewiesen. Die Kontoverbindung des Fördervereins lautet IBAN: DE93 4725 1550 0000 5935 17. Fördergelder des Landes NRW aus dem Programm „Komm-an NRW“ können beispielsweise für die Erstattung von Fahrtkosten genutzt werden, die Ehrenamtlichen bei der Begleitung von Geflüchteten zum Beispiel bei Behördengängen entstehen. Weiterhin werden Kosten für Übersetzungen und Qualifizierung von Flüchtlingshelfern übernommen.
Karin Schell, Vorsitzende des Fördervereins mit 70 Mitgliedern erläuterte, dass die Mittel des Vereins in der Regel nur bei einer Eigenbeteiligung vergeben würden und man deutlich mache, das die Gelder aus Spenden stammen und kein Anspruch auf deren Auszahlung bestünde. „Gerechte, faire Verteilung der Gelder ist uns wichtig“, stellte Schell klar.
Die Stadt Brakel spendete kürzlich 1.000 Euro als Jahreszuwendung zum wiederholten Mal. Bürgermeister Hermann Temme betonte die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe und drückten seinen großen Respekt vor deren Arbeit aus. Von 263 Geflüchteten, die gegenwärtig in Brakel und Ortsteilen leben, haben etwa 30 eine Erwerbstätigkeit aufgenommen. Wir sind in Brakel auf einem guten Weg und bekommen positive Rückmeldung von Firmen und Betrieben“ erklärte Bürgermeister Temme.

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