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Für die Seele sorgen

Friedhilde Lichtenborg als Krankenhaus-Seelsorgerin begrüßt

Höxter (ozm) - In einem feierlichen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle wurde Pfarrerin Friedhilde Lichtenborg in ihr Amt als evangelische Krankenhausseelsorgerin eingeführt. Dabei wirkten ihre evangelischen und katholischen Kolleginnen und Kollegen mit: "Eines meiner Hauptanliegen ist, die Krankenhausseelsorge ökumenisch zu gestalten", so die Pastorin.

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Kolleginnen und Kollegen der evangelischen Kirche aus dem Kreis Höxter und der katholische Krankenhausseelsorger Markus Röttger begrüßten Friedhilde Lichtenborg (4.v.r.) in ihrem Amt als Krankenhausseelsorgerin im St. Ansgar Krankenhaus.

© Foto: privat

"Für die 'Seele sorgen´ bedeutet für mich, ansprechbar zu sein und dem Patienten und den Angehörigen Raum und Sprache geben für das, was ihnen auf der Seele liegt. Dabei möchte ich individuell und empathisch begleiten: ein Gespräch, Worte finden für Unsagbares, ein Trost, ein Händedruck, ein Gebet, ein Lied, Schweigen aushalten, Segen spüren", sagt Friedhilde Lichtenborg: Der Patient wisse am besten, was er gerade brauche.
Die Pastorin ist in erster Linie für die onkologische Station und die Palliativpatientinnen und -patienten zuständig. Darüber hinaus kommt sie auf Anfrage zu allen Patientinnen und Patienten.
Wichtig sind ihr die Mitarbeit im Ethikkomitee, Segnungen für die Neugeborenen, Mitgestaltung der Bestattungsfeiern von "Sternenkindern", die Zusammenarbeit mit dem Besuchsdienst der Grünen Damen und Fortbildungen und Mitarbeit im Krankenhausseelsorgekonvent. "Für das Innehalten im hektischen Krankenhausalltag will ich für alle Mitarbeitende neue Formen entwickeln", sagt sie. Nur so bekomme die Seele wieder Kraft.
Friedhilde Lichtenborg (56) hat evangelische Theologie in Münster und Bochum studiert und ihre Vikariatszeit in Essen absolviert. Darauf folgte der Dienst als Gemeindepastorin in verschiedenen reformierten Kirchengemeinden in Ostfriesland und eine langjährige selbständige Tätigkeit als Integrative Supervisorin und systemische Beraterin. "Als Krankenhausseelsorgerin füge ich beide Berufe, den der Pastorin und den der Supervisorin, zusammen", so Friedhilde Lichtenborg.
Ihr Interesse für die Hospizarbeit und ihre Erkenntnisse aus der Tätigkeit als Dozentin für Kommunikation will sie als Krankenhausseelsorgerin einbringen. "Ich bin hier auf tolle Kolleginnen und Kollegen gestoßen, in deren Kreis ich mich aufgehoben fühle. Ich starte inspiriert in mein neues Amt und freue mich auf meine Arbeit."
Friedhilde Lichtenborg ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Sie wohnt in Höxter.

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