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Erfolgreicher Semesterauftakt

Jörg Alexander begeistert die Zuschauer mit "Wort" und "Tat"

Bad Driburg (ozm) - In einem voll besetzten Rathaussaal in der Badestadt Driburg begeisterte der Zauberkünstler Jörg Alexander zum VHS-Semesterauftakt des Zweckverbandes Bad Driburg, Brakel, Nieheim und Steinheim die Zuschauer.

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V.l.: Dimitra Vovoli (stellv. VHS-Leiterin), Gastreferent Jörg Alexander, Erwin Nowak (stellv. Bürgermeister Stadt Nieheim), Ursula Grewe (stellv. Bürgermeistern Stadt Brakel), Carsten Torke (Bürgermeister Stadt Steinheim), Heinz-Günter Koßmann (stellv. Landrat Kreis Höxter), Christa Heinemann (stellv. Bürgermeisterin Stadt Bad Driburg), Herrmann Temme (Bürgermeister Stadt Brakel) und Janine Brigant-Loke (VHS-Leiterin).

© Foto: privat

Dem national wie international bekannten Künstler und zweifachem Weltmeister der Zauberkunst gelang eine großartige Mischung aus Zauberkunst und Wissensvermittlung auf höchstem Niveau. Was die Zuschauer bei Jörg Alexander so beeindruckte war, dass er durch sein wissenschaftliches Fundament seine Darbietung inhaltlich fundiert untermauerte. Alexander ist Diplom-Ingenieur und Kommunikations-Psychologe, der sein Hobby, die Zauberkunst, zu seinem Beruf machte und nun beides in seinen Vortägen gelungen kombiniert. Er bewies anhand zahlreicher Illusionen auf der Bühne, dass die Wahrnehmung den Menschen viel zu oft trügt. Eine kurze Zeit reichte aus, als die Zuschauer auf eine sich drehende und mit Muster gespickten Scheibe sahen, um den Kopf des Gastredners wachsen zu sehen. Drehte sich die Scheibe anders herum, schrumpfte der Kopf augenscheinlich. Ein Seil, das immer in der Länge gleich lang gekürzt wurde, aber dennoch ungleich lang ist. Oder ein Seil, dass gesetzmäig stets zwei Enden und eine Mitte besitzt, nun doch ein rundes Seil ist. Es gelang Jörg Alexander eindrucksvoll, den Zuschauern auf diese praktische Weise mittzuteilen, dass niemand niemals auslernt. Also muss sich jeder selbst bewusst machen, dass nicht alles der Wahrheit entspricht, was im Alltag auf ihn Einfluss nimmt. Das Gehirn baut sich die fehlenden Teile dazu, da dass Auge nur einen kleinen Teil der Umwelt scharf wahrnehmen kann, so Alexander. Der Randbereich ist stets unscharf und wird vom Gehirn automatisch rekonstruiert. Dies geschieht ebenso mit den auf uns täglich einströmenden Informationen und Bildern. Und hier ist laut Alexander Vorsicht geboten, eben nicht alles zu glauben, was uns begegnet. Jeder Einzelne ist daher für sich selbst verantwortlich, diesem zu entgehen, so Alexander. Der Gastreferent erhielt anhaltenden Applaus. Er stand am Ende seines Vortrags für Zuschauerfragen zur Verfügung und klärte dabei unter anderem Fragen auf, warum der Zauberer immer kurze Ärmel trägt.
Christa Heinemann, stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Driburg, stellte bei ihrer Begrüßung heraus, dass lebenslanges Lernen in der heutigen Zeit unerlässlich ist. Vor allem dann, wenn die Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung angehoben wird. "Die Menschen müssen auch in die Lage versetzt werden, länger zu arbeiten, und sie müssen auf dem Arbeitsmarkt die Chance dazu bekommen", so Heinemann. Hier spielen Weiterbildungsträger, wie der VHS-Zweckverband vor Ort, eine wesentliche Rolle in der Bereitstellung von adäquaten Weiterbildungsangeboten. Heinemann betonte weiter, dass "uns allen klar sein muss, dass das ´lebenslange Lernen' nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben muss."
Die Leiterin des VHS-Zweckverbandes, Janine Brigant-Loke, stellte besondere Highlights des Veranstaltungsprogramms 2020 vor, wie beispielsweise das Xpert-Business-Zertifikatsangebot, welches in Form von Webinaren stattfindet. Im Zuge der Digitalisierung von Lernangeboten sei dies eine zukünftig stärker wachsende Form des Unterrichts, denn hier kann per Live-Webinar mit einem erfahrenen Online-Dozenten bequem von zu Hause gelernt werden. Weiter forderte Brigant-Loke die Zuschauer auf, dass der VHS-Zweckverband mit dem neuen Programm Lust auf lebenslanges Lernen und Bildung machen möchte. "Der Anlass und die Motivation für den Besuch, gleich welchen Angebotes, seien individuell und immer unterschiedlich. Gleich welches Interesse gerade besteht, der VHS-Zweckverband hat sicher den richtigen Kurs", so Brigant-Loke.
Begleitet wurde die Veranstaltung von der Musikschule Bad Driburg.

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