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Grundschule Neuhaus im Solling

Kooperationsvereinbarung im Rahmen schulischer Inklusion unterzeichnet

Neuhaus (ozm) - Die schulische Inklusion bleibt für die Schulen eine Herausforderung. Umso erfreulicher, wenn für Lehrkräfte entsprechende Entlastung angeboten wird. Seit drei Jahren schon läuft im Landkreis ein Pilotprojekt, bei dem in Grundschulen eine sozialpädagogische Fachkraft das Unterrichtsgeschehen flankiert.

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Vorn v. links: Silke Gasch (Schulleiterin Grundschule Neuhaus), Karin Peetz-Borghorst (Schulleiterin Anne-Frank-Schule), Jürgen Daul (Bürgermeister Stadt Holzminden), Angela Schürzeberg (Landrätin Landkreis Holzminden), hinten v. links Niklas Schmidt (Praktikant), Robert Hartmann (Geschäftsführer Projekt Begegnung), Boris Schreiber (Bereichsleiter Bildung und Kultur, Landkreis Holzminden), Ira Pahlow (Mobilen Dienst Emotionale und Soziale Entwicklung im Landkreis Holzminden) und Anja Krause (Dezernentin für Gesundheit, Soziales, Verbraucherschutz und Jugend).

© Foto: Peter Drews

„Sozialpädagogische Unterstützung im Rahmen schulischer Inklusion“ nennt sich das Ganze, bei dem der Landkreis und der jeweilige Schulträger die Koordination übernehmen. Als kreisweit fünfte Schule nimmt nun auch die Grundschule Neuhaus im Solling teil. Im Kreishaus gaben die Organisatoren Ende letzter Woche mit ihren Unterschriften unter den Kooperationsvertrag den offiziellen Startschuss dazu.
„Ich freue mich, dass jetzt auch Kindern in Neuhaus ohne weitere bürokratische Hürden künftig Hilfe direkt vor Ort ermöglicht wird“, stellt Ira Pahlow vom Mobilen Dienst Emotionale und Soziale Entwicklung im Landkreis Holzminden fest. Denn schließlich sei es, so Pahlow, für Eltern und auch Lehrer ansonsten nie ganz einfach, kurzfristige Unterstützung zu bekommen, wenn Kinder auffällig würden. Mit dem Pilotprojekt „Sozialpädagogischen Unterstützung im Rahmen schulischer Inklusion“ sieht das anders aus, denn damit wird eine ständige sozialpädagogische Fachkraft finanziert, die im Schulvormittag präsent ist und direkte Hilfestellungen für einzelne Schülerinnen und Schüler gibt.
Man wolle vonseiten der Stadt die Tragfähigkeit der Inklusion nachhaltig unterstützen, stellte Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Kreishaus fest. Mit Umsetzung des seit 2015 laufenden Projektes sieht der Landkreis das schon länger als wesentliche Aufgabe an. „Wir versuchen schon seit Jahren mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, ein für alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen lerngerechtes Umfeld zu schaffen. Sei es über bauliche Maßnahmen oder wie jetzt hier mit der Finanzierung von sozialpädagogischem Personal zur Unterstützung der Lehrkräfte“, hatte Landrätin Angela Schürzeberg zuvor ganz grundsätzlich festgestellt. Denn schon vor knapp drei Jahren war in der Grundschule Nordsolling in Deensen das Projekt begonnen worden, ein Jahr später folgten die Boffzer Schule am Sollingtor und die Grundschule Hehlen. Seit dem Schuljahr 2017/18 nimmt auch die Beveraner Schloss-Schule an dem Projekt teil. Die Neuhäuser Grundschule ist jetzt die erste aus dem Holzmindener Stadtgebiet, die mit dem zusätzlichen sozialpädagogischen Angebot startet. Der Landkreis hat sich für die Verstetigung dieses Projektes eingesetzt, um allen Trägern von Grundschulen diese Form der Unterstützung zu ermöglichen.
Durch die bereits erzielten Erfolge in den anderen Schulen war es kein Wunder, dass Schulleiterin Silke Gasch von der Sinnhaftigkeit des Projektes überzeugt war und sich bereits frühzeitig um eine Umsetzung in ihrer Schule bemüht hat. „Wir gehen davon aus, dass die Kooperationen auch über den Zeitrahmen der bisherigen Verträge bestehen bleiben“, ergänzt die Landrätin. Auch brauche die Schule von heute eine Vielfalt der Kompetenzen, um den Herausforderungen gerecht zu werden, pflichtet Karin Peetz-Borghorst, Förderschulleiterinder Anne-Frank-Schule bei.

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