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Der Jahreszeitenbaum

Kulturelle Förderung durch Glaskunst

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Glaskünstlerin Ingrid Heuchel begrüßt Gäste aller Altersklassen.

© Foto: privat

Bellersen (ozm) - Im Rahmen des Förderprogramms Kulturrucksack des Landes NRW hat die Glaskünstlerin Ingrid Heuchel auch in diesem Jahr wieder Kinder in ihr Atelier in Bellersen eingeladen, um mit Ihnen an einem besonderen Projekt zu Arbeiten. Entstanden ist dabei der Vierjahreszeitenbaum.
Dabei wurde eine etwa 4 Meter hohe Baumkrone mit Unterstützung der Eltern mit Walzblei eingefasst, die Nahtstellen wurden verlötet und die gesamte Fläche verzinnt, um den Baum für die Ewigkeit zu präparieren.
Insgesamt neun Kinder haben währenddessen an 15x15 cm großen Medaillons für den Baumschmuck gearbeitet, indem sie die farbigen Antikglasplatten in Bleiverglasungstechnik eingerahmt und mit Motiven aus verzinntem Walzblei im Scherenschnitt-Stil verziert, oder geschlagene farbige Glasbrocken eingelötet haben. Entstanden sind dabei mit viel Freude und Fantasie sowohl abstrakte Werke, als auch Werkstücke mit konkretem Jahreszeitenbezug wie ein Eis, Sternschnuppen oder Schmetterlinge.
„Durch die Bewegung und den unterschiedlichen Lichteinfall entwickeln die Kustwerke der Kinder eine enorme Brillanz!“, so Ingrid Heuchel mit Blick auf die leuchtenden Medaillons im Baum. Von dieser Brillanz konnten sich an der Abschlussveranstaltung sowohl die Eltern und Kinder, als auch der mit helfender Hand die Arbeitsphasen unterstützende Künstler Michael Behre überzeugen.
Der Baum wird zukünftig am sich im Umbau befindenden Haus Krus in Bellersen seinen Platz finden, in welchem ein Museum zur Judenbuche und deren Autorin Annette von Droste- Hülshoff untergebracht sein wird.
Vier Mal im Jahr wird der Baum dann jeweils mit den jahreszeitlich passenden Medaillons von Ingrid Heuchel und den Kindern selbst geschmückt werden. „Eine schöne Gelegenheit, gemeinsam mit Kindern und Eltern einen Nachmittag zu verbringen, und die entstandenen Kunstwerke so der Öffentlichkeit zugänglich zu machen:“, schlussfolgert die Künstlerin, die seit 2013 die Kurse für Kinder anbietet. In 150 Glaskunstwochen habe sie Teilnehmer aus ganz Europa bei sich gehabt, aber keine aus der Region. Das habe sich durch das Förderprogramm des Landes NRW geändert: „Die Kinder kommen gerne und sind mit ihren Ideen ganz bei der Sache. Und dadurch öffnen sich nicht nur die Kinder für Kunst, sondern auch deren Eltern finden mit Leichtigkeit Zugang zum kulturellen Schaffen und Erleben.“ Somit sei der Kulturrucksack ein Gewinn für ganze Familien.

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