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Brakeler Annentag

Langes Kirmes-Wochenende lockt Tausende

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Bummeln auf dem Annentag: Endlich wieder im ganz großen Stil.

© Foto: Otto

Von Marc Otto
Brakel - Das Steckenpferd der Brakeler ist ohne jeden Zweifel der Annentag: Vier Tage des Feierns bringen eine bunte Menagerie von Karussels, Schaustellern und Unterhaltungskünstlern in die Stadt. Und nach der allseits bekannten Pause von zwei Jahren erfreute man sich umso mehr daran, mal wieder richtig los zu feten.
Was den Besucher auf der größten Innenstadtkirmes zwischen Weser und Egge erwartete, war eine vielfältige Rummellandschaft. In den Festzelten drückten sich dem Feiervolk wohlbekannte Stars und Sternchen die Klinke in die Hand, darunter Party-Größen wie Isa Glücklich und DJ Sventastic. Wem weniger nach Laut und Wild war, dem stand der Sinn möglicherweise nach der eher familiären Geselligkeit auf den Kirmesstraßen. Fahrgeschäfte für junge oder auch nicht ganz so junge Besucher ließen hier die Herzen höher schlagen. Da ging es klassisch zu mit Pferdekarussel, aber auch wild, wie etwa mit „Heroes“, welches auf dem Platz vor dem Rathaus seine Passagiere tüchtig durcheinander wirbelte. Über allem thronte, so gehört es sich für den Annentag seit jeher, das Riesenrad. Hoch über dem Trubel fanden die Fahrgäste einige Momente der Ruhe und einen herrlichen Ausblick auf das quirlige Treiben unter ihnen vor. Zurück auf dem Erdboden konnte es dann gleich weiter gehen, etwa mit einem Schaufensterbummel – denn auch der Einzelhandel feierte tüchtig mit -, am Kentucky-Pferderennen oder auch an der Gourmet-Meile, die nun schon seit einigen Jahren im Repertoire des Events zu finden ist. Hier fanden knurrende Mägen reichlich Auswahl von Flammlachs bis Crêpes, deftig bis süß. Urige Holzdielen sorgten für zusätzliches, gemütliches Flair.

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Das "Heroes" vor dem Rathaus - ein Superstar unter den Fahrgeschäften.

© Foto: Otto


Mit ein wenig Glück war zauberhafteProminenz aus Höxter anzutreffen: Auch Landesgartenschau-Elfe Holli besuchte das Brakeler Fest, erfreute sich am Rummel, warb ganz nebenbei für die kommende Landesgartenschau und stand selbstredend für Gruppenfotos parat.
Der Ursprung des Annentages ist übrigens vor allem kirchlicher Natur und liegt im Jahre 1755: Zu diesem Zeitpunkt wurde nämlich die Annenkirmes eingeführt. Vorrangig, um die Versorgung auswärtiger Pilger zu gewährleisten. Dabei entwickelte sich auch ein Krammarkt, und Schaustellungen aller Art gesellten sich nach und nach dazu. Das Feiern war damals allerdings noch eher zweitrangig. Inzwischen ist der Annentag natürlich genau dafür weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt.
Polizei und Rettungskräfte blickten ebenfalls gut gelaunt auf das Fest zurück: Für sie war es ein – zumindest überwiegend - „ruhiger Annentag“.

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