Drucken Versenden

Ministerin Otte-Kienast besucht Merxhausen

Bild anzeigen

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast im Gespräch mit Landrat Michael Schünemann, CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann und Anwohner Rolf Clauditz und der CDU-Bundestagsabgeordneten Mareike Lotte Wulf. Im Hintergrund Ortsbürgermeister Lutz Pakusch.

© Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden

Merxhausen (ozm) - Nur etwa eine Minute brauchte das Sturmtief Emmelinde, um eine Spur der Verwüstung in Merxhausen im Osten des Landkreises Holzminden zu hinterlassen. Bedeutend länger Zeit nahm sich jedoch am Sonntagnachmittag die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast, um mit den Betroffenen zu sprechen. Landrat Michael Schünemann, die Erste Kreisrätin Sarah Humburg und Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders waren mit vor Ort und sprachen allen Helfer*innen noch einmal ihren Dank für den bis in den späten Nachmittag noch andauernden Einsatz aus.
Zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Mareike Lotte Wulf und dem Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann war die Ministerin an den Fuß des Heukenberges gekommen. Dort konnten die drei sich mit der Landkreis- und Samtgemeindespitze noch einmal ein Bild von der immensen Kraft, mit der der Tornado gewütet hatte, und den Schäden, die dabei verursacht wurden, machen. Ortsbürgermeister Lutz Pakusch und Ortsbrandmeister Frank Krösche berichteten dabei ebenso wie Revierförster Hendrik Brüning und Forstamtsleiter Wolf Ebeling anschließend im Solling selbst. Und Babara Otte-Kienast nahm sich Zeit. Sie hörte nicht nur ihnen, sondern auch vielen vom Sturm betroffenen Bürgern bei einem ausgedehnten Rundgang durch den Ort zu. Viele waren noch von der Wucht des Ereignisses erschüttert, machten aber auch deutlich, was für eine große Herausforderung der Wiederaufbau für den kleine Ort am Ostsollingrand bedeutet. Die Ministerin versprach beim abschließenden Gespräch im Dorfgemeinschaftshaus, in Hannover alle Möglichkeiten für Hilfen beispielsweise über das gerade angelaufene Dorferneuerungsprogramm zu prüfen.
Landrat Michael Schünemann machte während des Rundganges noch einmal deutlich, wie beeindruckend die schnelle und effiziente Hilfe für die Betroffenen gelaufen sei. „Nicht nur die Feuerwehren und die ganzen Hilfsorganisationen einschließlich des Rettungsdienstes haben wie immer unermüdlich und mit großem Geschick innerhalb kürzester Zeit Großes geleistet“, betonte der Landrat, „auch die Bereitschaft vieler Privatleute und Unternehmen, hier schnell zu helfen, war grandios.“ Er sei unheimlich stolz auf alle Beteiligten und könne nur seinen allerherzlichsten Dank aussprechen. Diesem Dank schloss sich Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders an.
Bei den Einsätzen über das gesamte Wochenende waren über 300 Kräfte allein von Feuerwehr, THW und den Hilfsorganisationen beteiligt gewesen. Die Kreisbereitschaft hatte nicht nur die Einsatzkräfte selbst, sondern auch 65 Bürgerinnen und Bürger des Ortes während der ersten Einsätze mit beköstigt. Über Telefonketten waren unmittelbar nach dem Tornado überdies verschiedene Dachdeckerfirmen organisiert worden, die bei den über 40 betroffenen Gebäuden wo möglich für erste Schutzabdeckungen sorgten, um weitere Schäden durch Nässe zu verhindern.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder