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„Fachpraktiker*in für personenbezogene Serviceleistungen″

Neuer Ausbildungsberuf

Brakel (ozbs) - Mit dem neuen Angebot „Fachpraktiker/in für personenbezogene Serviceleistungen″ ab Februar 2019 reagiert das Kolping-Berufsbildungswerk (KBBW) Brakel auf die Herausforderungen des Arbeitsmarkts angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft. Der Bedarf an Betreuungs- und Unterstützungs-leistungen steigt damit weiter enorm.

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Dietmar Mantel (von links), Dr. Josef Lammers (Dienststellenleiter Landwirtschaftskammer NRW), Christina Böhner (Auszubildende KBBW), Sarah Ditz (Ausbildungsleiterin KBBW) und Marianne Schröder (Ausbildungsberatung Landwirtschaftskammer NRW. 

© Foto: Kolping-Berufsbildungswerk Brakel

„Wir erweitern unser Ausbildungsangebot für Jugendliche mit Förderbedarf ganz gezielt um das Berufsbild Fachpraktiker*in für personenbezogene Serviceleistungen. Hier besteht schon jetzt ein enormer Bedarf mit überdurchschnittlichen Vermittlungschancen unserer jungen Berufsstarter in den ersten Arbeitsmarkt. Gleichzeitig reagieren wir auf die stark wachsende Nachfrage nach Betreuungs- und Unterstützungskräften″, so Dietmar Mantel, Geschäftsführer beim Kolping-Berufsbildungswerk Brakel.

Das Kolping-Berufsbildungswerk Brakel (KBBW) ist eine überregionale Einrichtung zur beruflichen Erstausbildung und Rehabilitation lernbehinderter junger Menschen. Seit mehr als 35 Jahren wird in den verschiedensten Berufen ausgebildet. Die Abschlussprüfungen werden vor den jeweils zuständigen Kammern abgelegt. Die Ausbildungen dauern zwischen 2 und 3,5 Jahren. Im Internat stehen für die Auszubildenden Ein- und Zweibettzimmer zur Verfügung. Den Berufsschulunterricht übernimmt das Kolping Berufskolleg im eigenen Hause.

Das Konzept für die 3-jährige Erstausbildung mit den notwendigen Rahmenplänen und Lehrinhalten entstand unter Federführung der Landwirtschaftskammer NRW. Zu den Lehrinhalten zählt neben den grundlegenden Aufgaben der klassischen Hauswirtschaft wie Wäschepflege, Hausreinigung und Vorratshaltung vor allem die personennahe Unterstützung pflegebedürftiger Personen. Hilfe bei der Körperpflege, bei der Nahrungszubereitung oder dem An- und Auskleiden, das richtige Verhalten bei der Begleitung nach draußen oder auch die pädagogisch einfühlsame und motivierende Durchführung eines Beschäftigungsangebots sind zukünftige Lernschwerpunkte der Fachpraktikerausbildung, die erst vor einem Jahr von der Landwirtschaftskammer NRW auf den Weg gebracht wurde. Damit bietet die Landwirtschaftskammer NRW einen zeitgemäßen Ausbildungsberuf an der Nahtstelle zwischen Betreuung und hauswirtschaftlicher Grundversorgung an.

Die späteren Einsatzmöglichkeiten für die ausgelernten Fachkräfte sind vielfältig. Sie arbeiten in stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen, Privathaushalten, Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, in der Kindertagesbetreuung oder Jugendhilfe.

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