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Vollendung des Parthenon der Bücher

Nicole Drude liest Gedicht auf documenta 14

Bad Driburg/Kassel (ozv) - Die Feier zum Abschluss der Sammlung verbotener Bücher für den Parthenon der Bücher auf der Kasseler documenta 14 war jetzt Anlass für Nicole Drude aus Bad Driburg ein selbst verfasstes Gedicht auf der offenen Bühne zu lesen.

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Nicole Drude hatte Gelegenheit, auf der documenta ein selbst verfasstes Gedicht vorzutragen.

© Foto: privat

Zuvor hatte documenta Künstlerin Marta Minujín das letzte der 67 000 Bücher persönlich an dem Bau angebracht. Der Parthenon der während der documenta vor dem Fridericianum entstanden war, nimmt in etwa die Größe des Parthenon auf der Akropolis in Athen ein. Aber kaum vollendet dematerialisiert sich das Kunstwerk auch schon wieder, werden doch die gesammelten Bücher wieder an Besucher der documenta verteilt.
Diese waren jetzt auch aufgerufen, sich mit eigenen Darbietungen an der Feier zu beteiligen, mit Lesungen aus verbotenen Büchern, Performances , Musik oder auch eigenen Texten. Nicole Drude ist bisher vor allem als bildende Künstlerin in Erscheinung getreten. Sie fühlte sich jedoch bereits bei der Preview zur documenta im Juni sehr zum Werk der dort vertretenen Künstlerin Maria Hassabi hingezogen. So verfasste sie ein Gedicht über die Performances der in New York lebenden Choreografin. Dieses erfuhr jetzt bei strahlendem Sonnenschein seine Premiere an der Kopfseite des Parthenon.
,,Ich fühlte mich an meine Zeit als Regieassistentin beim Tanztheater in Hamburg erinnert, als ich die Performance der Gruppe von Maria Hassabi erlebte“, erklärt Nicole Drude. So stellten sich die Gedanken ganz automatisch ein, die die Bewegungen der Tänzer und Tänzerinnen charakterisieren: ,,quälend langsam, doch leidlos“, ,,wie eine Unterwasserpflanze“ oder ,, tastend gleiten die Glieder“. Das Gedicht wurde für das internationale documentapublikum auch in englischer Sprache vorgetragen.
,,Es war eine großartige Erfahrung an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen“, sagt Nicole Drude, die bereits seit längerer Zeit Gedichte zu Künstlern und ihren Werken verfasst, zu denen sie eine besondere Affinität verspürt. Jonathan Meese, Michael Sailstorfer und Leiko Ikemura sind in der Sammlung vertreten aber auch einheimische Künstlerinnen wie Brigtte Scherl und Petra Fleckenstein-Pfeifer. Ganze Gedichtzyklen zu anderen Themen liegen bereits vor, so allein sechzig Texte aus dem vergangenen Jahr. Daneben arbeitet Nicole Drude in ihrem Bad Driburger Atelier weiter an ihrer bereits ausgezeichneten Aquarellmalerei und stellt diese auch international aus.

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