Drucken Versenden
Breitbandausbau wird im Kreis umgesetzt

Schnelles Internet bis in die Dörfer

Von Barbara Siebrecht
Herstelle/Kreis Höxter –Der Kreis Höxter gehört zu den ersten Kreisen in Westfalen, die von der Planungs- und Antragsphase für den Breitbandausbau der Netze in die Umsetzung einsteigen. Mit dem symbolischen Spatenstich in Herstelle beginnt die Bauphase zunächst in Ortschaften von Beverungen und Warburg, in Borgentreich, Nieheim und Willebadessen. Innerhalb der nächsten sechs Wochen wird der Glasfaserausbau auch in Marienmünster, Steinheim, Bad Driburg, Höxter und den verbliebenen Ortschaften von Beverungen und Warburg starten. An der Umsetzung sind regionale Baufirmen beteiligt.

Bild anzeigen

Zum symbolische Spatenstich mit nagelneuen Schippen kamen Landrat Hubertus Spieker, Bürgermeister der 10 Städte des Kreises, die Vertreter des Landes und der GFW sowie des Netzbetreibers Sewikom und der ausführenden Firmen in Herstelle zusammen.

© Foto: Siebrecht

Im Rahmen eines interkommunalen Projektes und mit Unterstützung durch die Kreisverwaltung und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW) wurden die Planungen abgeschlossen. Finanzierbar wird der Netzausbau durch die Fördergelder des Landes NRW und der EU in Höhe von 10 Millionen Euro. Die Förderbescheide waren zur großen Freude aller Verantwortlichen im Januar 2018 übergeben worden und das Beverunger Breitbandinternet und IT Unternehmen „Sewikom“ erhielt den Zuschlag für den Ausbau des Glasfasernetzes in allen Städten des Kreises.

Bild anzeigen

Michael Stolte (Geschäftsführer GFW), Landrat Friedhelm Spieker, der Sprecher der Bürgermeister von Warburg Michael Stickeln und Bürgermeister von Beverungen Hubertus Grimm stellten das Projekt vor.

© Foto: Siebrecht


Das von der Firma Sewikom zu bauende Netz wird die 92 Ortschaften anbinden die als unterversorgt identifiziert wurden und die dann schnelles Internet mit einer Datenrate von mindestens 50 Mbit/sek erhalten. Der Ausbau erfolgt in zwei Schritten bis Mitte 2019. Zunächst werden innerorts die Leitungen zwischen den Verteilerkästen verlegt. Von den Verteilerkästen bis in die Haushalte wird zunächst weiter die Verbindung über Kupferkabel genutzt. Im zweiten Schritt werden die Verbindungstrassen zwischen den Ortschaften geschaffen und vorhandene Glasfasertrassen von 190 Km Länge angeschlossen. Insgesamt sollen 250 Km Glasfaserkabel neu verlegt werden. Erst nach dem zweiten Ausbauschritt wird das Glasfaser-Netz nutzbar sein. 
Vier Verfahren werden dabei angewendet. Im Horizontalbohrverfahren können Leerrohre von bis zu 400 m Länge eingezogen werden. Dazu wird in Spülbohr-Bauweise ein Kanal in zwei bis drei Metern Tiefe unter allen anderen Versorgungsleitung geschaffen und beim Zurückziehen des Bohrers das Leerrohr eingezogen. In die siebenadrigen Leerrohre wird das Glasfaserkabel später in die mittlere Ader eingeblasen. Neben klassischem Tiefbau mit Bagger und Schachtarbeiten werden auch die Grabenfrästechnik und der Kabelpflug eingesetzt, die die Leerrohre an nicht versiegelten Trassen in etwa 80 cm Tiefe verlegen. Einzelne Höfe, die an den überörtlichen Trassen liegen, können mit angeschlossen werden. Weitere Informationen sind über die Internetseite von sewikom zu erhalten oder unter Tel. 05273/3676400 zu erfragen.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder