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Gesundheitsamt und Stadtmarketing

Seniorenrat übergibt Defibrillatoren

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Elke Leukel (links) übergibt den Defibrillator an Dezernentin Anja Krause (rechts).

© Foto: privat

Holzminden (ozm) - „Achtung! Folgen Sie den Anweisungen des Gerätes!“ – Mag eine solche automatisierte Anweisung im normalen Alltag vielleicht auch etwas befremdlich anmuten, bei einem Defibrillator stellt die Computerstimme eine wertvolle Hilfe dar und kann vor allem Leben retten. Der Seniorenrat der Stadt Holzminden hat jetzt mithilfe von Sponsoren zwei der medizinischen Schockgeber angeschafft und an wichtigen, stark frequentierten Punkten der Stadt positioniert. Im Haus für Gesundheit in der Böntalstraße und im Bürgerbüro des Holzmindener Rathauses kann künftig im Notfall auf entsprechende Geräte schnell zugegriffen werden.
Elke Leukel, Vorsitzende des Holzmindener Seniorenrates, und Anja Krause, Dezernentin für Gesundheit, Soziales, Verbraucherschutz und Jugend des Landkreises Holzminden waren sich bei der feierlichen Übergabe im Haus der Gesundheit einig: Der in einem kleinen weißen Kasten gleich neben der Eingangstür befindliche Defibrillator könne Leben retten, auch wenn es für einen Einsatz möglichst nie einen Anlass geben solle.
Wenn aber doch, dann wissen zumindest die im Haus arbeitenden Mitarbeiter schon einmal, was zu tun ist. Denn Alexander Ghabour von der die Geräte ausliefernden Fachfirma erklärte seinem Publikum bei der Übergabe noch einmal ganz genau, was im Ernstfall zu tun ist. Wichtig, so Ghabour, sei vor allem, dass zunächst der Notarzt verständigt und sich anschließend mit einer Reanimation um den Betroffenen gekümmert werde. Anders als früher in Erste-Hilfe-Kursen vermittelt, gehe es dabei weniger um Mund-zu-Mund-Beatmung, als vielmehr darum, mit starkem Druck auf den Brustkorb eine Wiederbelebung einzuleiten.
Wer gleich zum Gerät greift, macht also eigentlich etwas falsch, hat zumindest aber den Vorteil, dass das damit ausgelöste lautstarke Signal weitere potentielle Helfer alarmiert. Und das vollautomatische Gerät erklärt minutiös, was zu tun ist. „Man kann eigentlich nichts falschmachen, denn auch der Defibrillator löst nur dann aus, wenn wirklich ein Kammerflimmern vorliegt“, stellte Alexander Ghabour bei der Vorführung an einem Mitarbeiter des Landkreises klar.
„Wir sind als Seniorenrat bemüht, nicht nur Ältere, sondern alle, die Hilfe brauchen, mit unserer Arbeit zu unterstützen“, erklärten Elke Leukel und Dr. Eberhard Bub vom Seniorenrat bei der Übergabe des Defibrillators im Haus der Gesundheit. Die neu installierten Geräte leisten dazu sicher einen ganz wesentlichen Beitrag.

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