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„Ein Mann für viele Fälle“

Solling-Vogler-Ranger unterstützt Entwicklungen in der Region

Neuhaus (ozm) - Was sind die Aufgaben des Rangers im Naturpark Solling-Vogler und der Solling-Vogler-Region? Vielleicht fragen Sie sich nun, warum es denn überhaupt einen Ranger im Naturpark Solling-Vogler gibt? Schließlich gibt es weder im Solling noch im Vogler Elefanten oder Löwen, die es vor Wilderern zu schützen gilt.

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Der Solling-Vogler-Ranger Tore Straubhaar, hier vor einer typischen Wanderparkplatztafel, wie sie am Weserberglandweg und an den Kommunalen Rundwanderwegen im Landkreis Holzminden bereits existieren.

© Foto: Naturpark

In anderen Erdteilen, wie beispielsweise in einigen Reservaten in Afrika, aber auch in manchen Nationalparks in Deutschland, ist die Berufsgruppe der Ranger für den Schutz der Tier und Pflanzenwelt verantwortlich. Anderswo begleiten Ranger Touristen zu den schönsten Plätzen in der Natur. Im Jahr 1880 nahm im Yellowstone Nationalpark in den USA der erste Ranger seine Arbeit auf.
Im Naturpark Solling-Vogler wurde Anfang November 2016 im Rahmen eines LEADER-Kooperationsprojekts zwischen den Regionen Harzweserland und VoglerRegion die halbe Stelle eines Rangers eingerichtet. Tore Straubhaar, Diplom Ingenieur Landschaftsarchitekur aus Höxter, ist seitdem als erster Ranger in der Region mit einem vielfältigen Aufgabenbereich betraut.
Den größten Anteil der Arbeitszeit des Solling-Vogler-Rangers nehmen die Besucherlenkung und die damit verbundenen Aufgaben ein. Er kümmert sich in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren um die Entwicklung der Qualitätswanderregion „Wilde Heimat Solling-Vogler“, die bestehende Wege zu einem Wanderwegenetz mit besonderem Qualitätsanspruch zusammenführen wird. Alle dafür erforderlichen Einrichtungen wie Beschilderung und Markierung, Sitzbänke und ähnliche „Möbel“, Infotafeln sowie spezielle Erlebniselemente müssen geplant, beantragt, umgesetzt bzw. gebaut und nachfolgend instandgehalten, gepflegt und fortlaufend weiterentwickelt werden.
Tore Straubhaar steht in ständigem Kontakt zu allen Akteuren, die an der Umsetzung der Wanderregion mitwirken – der Solling-Vogler-Region, den Landkreisen Holzminden und Northeim, Kommunen, Grundstückseigentümern wie den Niedersächsischen Landesforsten und privaten Waldbesitzern, Planungsbüros, Beratern , IT-Fachleuten - und zahlreichen ehrenamtlich arbeitenden Menschen, die sich für unsere Region einsetzen. Der Ranger entwickelt Ideen, koordiniert und vermittelt zuweilen zwischen verschiedenen Akteuren oder Interessengruppen.
Besondere Erwähnung verdienen die Organisation und der Einsatz des Ehrenamts und vor allem die Honorierung dieses Engagements von Personen, die z. T. viele Stunden während ihrer Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit ohne Entlohnung arbeiten. Ohne diese Arbeit könnte die Qualität eines Wanderweges oder einer Mountainbikeroute nicht gehalten werden.
Weitere Aufgaben des Solling-Vogler-Rangers sind die Entwicklung, die Zusammenstellung als auch die Durchführung von neuen und bestehenden Veranstaltungen. Vielen Lesern bekannt dürften beispielsweise die Naturkundlichen Wanderungen des Naturparks Solling-Vogler im Rahmen des alljährlichen Programms „Faszination Natur“ sein, dass zusammen mit der Solling-Vogler-Region und den Nds. Landesforsten erstellt wird. Darüber hinaus sollen in Zukunft mit Priorität barrierefreie und –arme Angebote geschaffen werden.
Bei der 2-jährigen EU-Förderung der 0,5-Stelle für den Solling-Vogler-Ranger handelt es sich um eine sogenannte Anschubfinanzierung. Diese Förderung wird im November 2018 auslaufen. Da dieses Projekt sehr erfolgreich verlaufen ist, wird der Naturpark den Solling-Vogler-Ranger anschließend selbst weiter finanzieren. Anregungen oder Fragen an den Ranger sind an den Naturpark unter wandern@naturpark-solling-vogler.de zu senden.

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