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Holzminden baut Erlebniswelt zu Düften und Aromen

Spatenstich für das „Sensoria“

Von Barbara Siebrecht
Holzminden – Wie möchte sich Holzminden weiterentwickeln und auf dem touristischen Markt behaupten? Eine zukunftsweisende Entscheidung fällt der Rat der Stadt endgültig im April 2022 mit dem Auftrag an die Verwaltung, die Pläne für das Sensoria – Düfte und Aromen Holzminden umzusetzen.

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Zum 1. Spatenstich hatten sich Planende, Unterstützende und Umsetzende auf der Baustelle versammelt.

© Foto: Siebrecht

Bürgermeister Christian Behlke stellte in seiner Rede zum 1. Spatenstich das lange Ringen um diese Entscheidung dar. Schon 1994 wurde die Idee eines Duftmuseums für Holzminden angedacht. Mit der Erarbeitung einer Konzeptsstudie, die der Bürgerverein in 2019 vorlegte, nahm die Idee wieder Fahrt auf, denn man hielt den Zeitpunkt jetzt für günstig und hatte Fördergelder aus einem Landesprogramm im Blick. Mit einer Grundsatzentscheidung für das Projekt und der Bewilligung der Fördergelder in 2020 ging die Idee der Realisierung entgegen. Wegen der enormen Kostensteigerungen in der Baubranche stand das Projekt Sensoria im Frühjahr 2022 dann wieder vor dem Aus, aber der Rat der Stadt entschied gegen ein Einfrieren der Pläne und für die Realisierung. Bürgermeister Belke rief die Holzmindener beim Spatenstich dazu auf, sich trotz aller Bedenken auf das Sensoria zu freuen und sagte: „die Entscheidung ist gefallen!“ Der besondere Dank des Bürgermeisters galt den Fördermittelgebern, dem Land Niedersachsen, dem Bund und der EU (Fond für regionale Entwicklung).

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Bürgermeister Christian Belke rief auch die Zweifler auf, sich auf das Projekt Sensoria zu freuen.

© Foto: Siebrecht


Der Architekt Claus Anderhalten erläuterte die skulpturale Gestaltung des modernen Baukörpers, der auf einem Brache-Grundstück entstehen wird. Einen zentraleren Platz für die Erlebniswelt hätte Holzminden kaum finden können, denn das Gebäude entsteht am Beginn der Fußgängerzone in Verlängerung der Achse der Weserbrücke und wird zu einem neuen Wahrzeichen werden. Die Fassade soll mit Stahlblechschuppen verkleidet werden, die in der Sonne schimmern und in der Formensprache die historischen Fassaden mit Sandsteinplatten aufnehmen. Gekrönt wird das Sensoria mit einer Dachterrasse von der man eine grandiose Aussicht haben wird. Mit der neuen Attraktion verknüpfen die Akteure große Hoffnungen auf die Belebung von Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie in der Kreisstadt Holzminden.

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Architekt Claus Anderhalten aus Berlin wies auf die skulpturale Gestaltung des neuen Gebäudes hin.

© Foto: Siebrecht


Auf der Baustelle ist seit mehreren Tagen die Bohr- und Brunnenbaufirma Bunse damit beschäftigt, zwei 15 Meter tiefe Bohrungen für die Sole-Wasser-Wärmepumpe zu bohren, über die die Duft- und Erlebniswelt später mit thermischer Energie aus dem Erdreich versorgt und klimatisiert werden soll. Die Rohbauarbeiten, mit denen das Holzmindener Unternehmen Dr. Schoppe beauftragt wurde, sollen im August beginnen. Das Sensoria soll Ende 2023 oder Anfang 2024 fertiggestellt sein.

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