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Innovationsnetzwerk startet Kampagne

Superhelden als Markenbotschafter

Höxter/Holzminden (ozv) - „Superhelden, aufgepasst: Wenn Ihr Eure Zukunft in die Hand nehmen wollt, müsst Ihr nicht in die Ferne schweifen. Im Weserbergland findet Ihr spannende Unternehmen, die Euch attraktive Ausbildungschancen bieten und lieber heute als morgen Eure Bewerbung auf dem Tisch liegen hätten.“

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Superhelden-Shooting bei Gebrüder Becker in „Heinrichs Werkstatt“: Mit Sicherheitsabstand und negativem Corona-Test zeigen Jan-Lukas Scholz (von links), Kris Wojcikolski, Jonas Schröder, Dominik Eigner und Jonas Tischer dynamisch ihre Superkräfte. Sie sind Markenbotschafter der dualen Ausbildung.

© Foto: Innovationsnetzwerk

Diese Botschaft richtet das Innovationsnetzwerk Höxter-Holzminden in einer großen öffentlichkeitswirksamen Kampagne an alle Berufsstarter in der Region. Hintergrund der Offensive ist die hohe Zahl freier Ausbildungsstellen.
In jedem jungen Menschen steckt ein(e) Superheld(in). Diese Überzeugung spiegelt sich im Namen der Kampagne des Innovationsnetzwerks – Superhelden-Ausbildung – programmatisch wider. Die Projektbeteiligten rühren in flotten Web-Auftritten und auch über Social-Media-Kanäle wirkungsvoll die Werbetrommel für eine duale Ausbildung in der heimischen Wirtschaft.
Am Start ist diese Offensive schon seit August 2019. Jetzt, da die Corona-Pandemie die Bewerbungsfreude junger Leute um einen Ausbildungsplatz deutlich ausbremst, „gehen wir mit einem großen Aufschlag der ‚Superhelden-Ausbildung‘ in die Öffentlichkeit“, informiert Imke Müller-Stauch, Netzwerkmanagerin des Innovationsnetzwerks der beiden Wirtschaftsvereine Weserpulsar Holzminden und WIH (Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter).
Eine großflächige Plakatwerbung in Höxter, Brakel, Steinheim, Holzminden und Bodenwerder gehört ebenso zur aktuellen Offensive wie augenfällige, 40 mal 40 Zentimeter große Bodensticker. Die künftigen „Superhelden“ sollen geradezu darüber stolpern, welche Potenziale die duale Ausbildung in ihnen weckt. Die ersten 70 Bodensticker sind verteilt. Sie kleben in Schulen und an anderen Orten, wo Jugendliche anzutreffen sind. Weitere Sticker sind in der Pipeline.
Flankierend setzen Imke Müller-Stauch und ihre Mitstreiter ein bewährtes Konzept fort: Sie lassen Superhelden, die gerade einen Beruf erlernen, zu Wort kommen und setzen sie bei professionellen Shootings zeitgemäß und für junge Leute ansprechend in Szene. Auf Plattformen wie Instagram und Facebook sowie auf der Webseite www.superheldenausbildung.de haben schon etwa 40 Azubis aus verschiedenen Berufen aus ihrem Alltag erzählt. Sie alle sind Markenbotschafter für die duale Ausbildung. Ihr authentisches Vorbild erreicht junge Menschen eher als jede Theorie-Diskussion.
Deshalb legen die „Innovationsnetzwerker“ jetzt angesichts der vielen freien Ausbildungsplätze noch eine Schüppe drauf: In informativen und zugleich unterhaltsamen Videofilmen stellen Auszubildende ihren Betrieb und die möglichen Berufe vor. Dank dieser Idee haben junge Menschen und auch ihre Eltern trotz Corona die Möglichkeit, in hochinteressante Betriebe der Region virtuell hineinzuschnuppern. „Wir laden nach und nach Videos auf der Webseite und auch bei Facebook und Instagram hoch“, kündigt Imke Müller-Stauch an.
Mark Becker, Unternehmer und Vorstandsmitglied der WIH, begrüßt diese virtuellen Betriebsführungen auch vor dem Hintergrund, dass Praktika und Ausbildungsbörsen wegen der Pandemie oft verschoben wurden oder gar ausgefallen sind. Der Unternehmer hat wie viele andere Betriebe auch den Eindruck, dass die Anzahl der Bewerbungen um Ausbildungsplätze eher weniger als mehr wird. Corona habe eine Orientierungslosigkeit und Unsicherheit mit sich gebracht. Eltern hätten Bedenken, ihre Kinder in eine Ausbildung zu schicken, konstatiert Imke Müller-Stauch. Deshalb liegt ihr und den Unternehmen, die das Innovationsnetzwerk vertritt, eine klare Message am Herzen: „Die duale Ausbildung ist wegen der Pandemie nicht auf dem absteigenden Ast, im Gegenteil. Die Nachfrage nach Auszubildenden ist groß.“ Vor allem im IT-Bereich werde händeringend Nachwuchs gesucht.
Für diese Branche haben Dominik Eigner (18, Otto Künnecke Holzminden) und Kris Woicikolski (36, BDE-Engineering Beverungen) kürzlich bei einem Foto-Shooting für die Superheldenkampagne Flagge gezeigt. Beide absolvieren eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. „Unser Job ist abwechslungsreich“, bringen die Azubis einen Vorteil auf den Punkt. „Man arbeitet nicht nur mit den eigenen Systemen, sondern muss sie beim Kunden integrieren und anpassen. Das ist spannend“, sagt Kris Wojcikolski. Die immer unterschiedlichen Umgebungen und Systeminfrastrukturen bei Kunden sind auch für Dominik Eigner ein Pluspunkt. Und: „Wir setzen das theoretisch Gelernte im Betrieb unmittelbar um.“ Das sei eine große Stärke der dualen Ausbildung.
Eintönigkeit Fehlanzeige: Diese klare Einschätzung der beiden „IT-ler“ teilen auch die drei weiteren Superhelden Jan-Lukas Scholz (20), Jonas Tischer (20, beide angehende Elektroniker für Automatisierungstechnik) und Jonas Schröder (18, angehender Anlagenmechaniker). Für die drei war das gemeinsame Superhelden-Shooting mit den „IT-lern“ in der Ausbildungswerkstatt der Firma Gebrüder Becker („Heinrichs Werkstatt“) in Höxter ein Heimspiel. Der Dienstleister für die technische Gebäudeausrüstung ist ihr Ausbildungsbetrieb. „Unsere Berufe sind vielseitig. In der Ausbildung lernt man nicht nur für den Beruf, sondern auch für das Leben“, resümiert Jonas Tischer. Sein Plädoyer für Handwerksberufe begründet der junge Mann ganz unverblümt: „Ohne Handwerker geht es nicht.“ Deshalb wirbt er aus voller Überzeugung mit seinen in der Ausbildung erworbenen „Superkräften“ für dieses so wichtige Metier.

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