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Polizei des Landkreise Holzminden informierte

Tiefstand bei Straftaten

Holzminden (bs) - Schon seit Jahren nimmt die Zahl der Straftaten ab. Im letzten Jahr konnte die Polizei im Landkreis Holzminden 79 Delikte weniger als im Vorjahr verzeichnen. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote noch einmal angestiegen.

In den letzten 10 Jahren, von 2009 bis 2019 sind die Straftaten pro Jahr im Landkreis Holzminden um 501 Fälle gesunken auf 3.336 Taten in 2019. Die Aufklärungsquote von 2009 (67,34 Prozent) ist in diesem 10-Jahres-Zeitraum bis 2019 auf 73,32 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass fast drei Viertel aller Straftaten von den Beamten des Polizeikommissariat Holzminden mit den beiden Polizeistationen Bodenwerder und Stadtoldendorf aufgeklärt werden konnten.
Die 2.446 aufgeklärten Straftaten wurden von 1.758 (1.738) Tatverdächtigen begangen, von denen 1.315 (74,8%) männlichen und 443 weiblichen Geschlechts waren. Darunter befanden sich 94 Kinder und 168 Jugendliche.
„Wir leben in einem der sichersten Landkreise in Niedersachsen mit einer der höchsten Aufklärungsquoten“, freut sich der Dienststellenleiter Kriminaloberrat Oliver Tschirner. „Ohne die Mithilfe der Bürger wären diese Spitzenergebnisse jedoch nicht zu erreichen“, so Tschirner weiter. Polizeipräsident Uwe Lührig bestätigt diesen rückläufigen Trend auch für den gesamten Bereich der Polizeidirektion Göttingen:
Auch wenn die Straftaten im Diebstahlsbereich, mit einem Rückgang von 20 Prozent bei Wohnungs- und Geschäftseinbrüchen, stark gefallen sind, wird das Polizeikommissariat Holzminden seine Schwerpunkte im Jahr 2020 weiterhin auf die Bekämpfung von Einbruchsdiebstählen, insbesondere von Wohnungseinbruchdiebstählen, wie auch die Bekämpfung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen setzen. „Fast die Hälfte der Einbrüche bleiben im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Die Beratungsangebote der Polizei sind dazu ein wichtiger Beitrag zum Einbruchschutz“, heißt es im Polizeibericht. In diesen Bereichen wird auch die Prävention (Einbruchschutz, Verhinderung von Tatgelegenheiten, Aufklärung von betrügerischen Tatausführungen) weiter intensiv betreiben.
Anrufer verwenden zum Nachteil von älteren Menschen Tatausführungen wie Enkeltrick, Falscher Polizeibeamter, Schockanrufer oder machen Gewinnversprechen. Weitere Einzelphänomene mit Zielgruppe ältere Menschen sind Geldwechsel-/Trickdiebstähle und Taschendiebstähle vor allem beim Einkaufen. Daneben sind älterer Menschen auch immer wieder Geschädigte bei Haustürgeschäften und beim Auftreten von unseriösen Dachdeckern/Teerkolonnen.
Ein weiteres Augenmerk der Prävention ist der zunehmende Drogenkonsum unter Jugendlichen. Die Polizei wird auch 2019 in diesem Bereich mit ihren Netzwerkpartnern verstärkt präventiv tätig sein. Eine weitere Herausforderung sind Neue, psychoaktive Stoffe (NPS), die sich chemisch oft nur geringfügig von den herkömmlichen Betäubungsmitteln unterscheiden und eine vergleichbare psychoaktive Wirkung besitzen. NPS werden häufig als Inhaltsstoffe in konsumfähigen Produkten wie z.B. Kräutermischungen verwendet. 2019 wurde 12 Fälle gegenüber 3 im Vorjahr festgestellt.
Der Widerstand gegen und der tätliche Angriff auf Vollstreckungsbeamte ist erneut um 10,55 % auf 2.955 Delikte angestiegen, dabei hat es im Landkreis Holzminden einen Rückgang von Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte und in Einzelfällen auch gegen Rettungsdienste gegeben.
Die Anzahl der von Flüchtlingen begangen Straftaten ist 2019 im Vergleich zu den Vorjahren stark gesunken. Im Jahr 2019 wurden im Landkreis Holzminden 95 (Vorjahr 213) Delikte registriert, die von insgesamt 87 (153) tatverdächtigen Asylbewerbern, Flüchtlingen oder Personen mit illegalem Aufenthalt begangen wurden.

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