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Verkehrsinitiative beteiligt sich am globalen Klimastreik

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Die Umsetzung des Radverkehrskonzept ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz in
Holzminden.

© Foto: privat

Holzminden (ozm) - Die lokalen Auswirkungen einer globalen Krise zeigen sich nicht nur bei Corona, sondern auch beim Klima. Vor kurzem hat sich die Verkehrsinitiative Nachhaltige Mobilität deshalb den aktuellen Klimastreiktag den Gegebenheiten angepasst und nur im kleinen Kreis der Mitglieder sich an der globalen Aktion beteiligt. Der aktuelle Aktionstag von „fridays for future“ stand diesmal unter dem Motto „alle für 1 Komma 5“. Hierbei stand die 1,5 für die Gradzahl, die die Weltgemeinschaft als äußerste Erwärmung für das globale Klima ausgegeben hat. Nun hat Corona den CO2-Ausstoß im Jahr 2020 verringert und aufgezeigt, dass große Veränderungen und eine gemeinsame Kraftanstrengung möglich sind. Trotzdem war das vergangene Jahr das zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die Konzentration von CO2 in der Luft stieg ungebrochen an. Den aktuellen Klimastreiktag nahm die Verkehrsinitiative Nachhaltige Mobilität deshalb zum Anlass, die zügige Umsetzung des Fahrradverkehrskonzept der Stadt Holzminden einzufordern. Gemeinsam wurden die Strecken abgefahren, die oberste Priorität zur Umsetzung haben. Das Konzept ist, wie mehrfach berichtet wurde, seit Dezember 2020 vom Stadtrat beschlossene Sache. In einem zweiten Schritt müssen nun die Maßnahmen im Umfang von 1 mio. Euro ausgewählt werden, die im Jahr 2021 verwirklicht werden sollen. Nach Auffassung der Verkehrsinitiative muss die Auswahl der Maßnahmen darauf gerichtet sein, den Fahrradverkehrsanteil deutlich zu erhöhen, um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. „Wir müssen die Alltagsstrecken für die Radfahrer attraktiver und vor allem sicherer machen. Das bedeutet bei engen Schnittpunkten von Auto- und Fahrradverkehr dem Radverkehr den Vorrang einräumen. Es müssen Maßnahmen sein, die für alle Verkehrsteilnehmer sichtbar sind und damit auch Autofahrer zum Umstieg bewegen können.“ sagt Thomas Schwingel, Stadtplaner und Mitglied der Verkehrsinitiative. Deshalb sei es wichtig, im Jahr 2021 auch bei den Engstellen Fürstenberger Straße, Neue Straße, Liebigstraße, Sollingstraße (zwischen Mühlenfeldstraße und Über dem Gerichte) das beschlossene Radverkehrskonzept umzusetzen. Die Verkehrsinitiative ist sich sicher: „Viele andere Städte haben es schon vorgemacht: Wenn Radfahren sicher und attraktiv ist, man schneller ans Ziel kommt und keine Probleme hat einen Parkplatz zu finden, dann ist die Gesellschaft durchaus bereit, das Auto stehen zu lassen. Gemeinsam können wir das 1,5 Grad Ziel noch schaffen.“

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