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Kulturstiftung des Landkreises Holzminden

Wieder mehr Geld an Kulturschaffende vergeben

Holzminden (ozm) - „Kein Geld“, heißt es oft, wenn die öffentliche Hand speziell im ländlichen Raum Kulturprojekte unterstützen soll. Im Fall der Kulturstiftung des Landkreises Holzminden lässt sich dagegen jetzt einmal genau das Gegenteil vermelden: Dank einer Vermögensumstrukturierung haben sich die Fördermöglichkeiten der Stiftung auf lange Sicht verbessert. Und auch kurzfristig ist ein Effekt spürbar. Es stehen in diesem Jahr noch Mittel für weitere Kulturprojekte zur Verfügung.

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Die Mitglieder des Stiftungsrates (v.l.): Alexander Käberich, Angela Schürzeberg (Vorsitzende), Ernst Warnecke, Walter Waske, Elisabeth Kilian, Dr. Thomas Hagemann und Birgit Grottke.

© Foto: privat

Vor 18 Jahren fasste der Kreistag den Beschluss, neben einer Naturschutzstiftung auch eine Kulturstiftung ins Leben zu rufen. Ausgestattet mit einem Kapital von anfänglich umgerechnet 500.000,- Euro, erhöhte sich das Stiftungsvermögen im Lauf der Zeit durch verschiedene Zustiftungen - etwa durch die Einbindung der Wesertalstiftung - auf über 1,6 Million Euro. Mit den Zinserträgen konnte dadurch über ein Jahrzehnt kreisweit eine Vielzahl von Kulturprojekten gefördert werden. Die jahrelange Niedrigzinsentwicklung ging jedoch auch an der Kulturstiftung nicht spurlos vorüber. Als Folge der weltweiten Finanzsituation mussten Kulturförderungen teilweise aus Rücklagen finanziert werden und das Budget für mögliche Förderungen schrumpfte ab 2013 erheblich.
2016 dann entschloss sich das Kuratorium zu einem einschneidenden Schritt: Um das Ausschüttungsergebnis zu verbessern, wurde das Stiftungskapital umstrukturiert und die Verwaltung in professionelle Hände gegeben. Mit unmittelbarem Effekt gleich im ersten Jahr. Denn trotz stiftungskonformer risikominimierter Anlage stieg die Rendite. Der vorherige Zustand habe letztlich Geld vernichtet, resümierte Kuratoriumsvorsitzende Angela Schürzeberg diese positive Entwicklung. „Wir haben eine Zeit lang sehr gedämpft arbeiten müssen“, erklärte sie während der Sitzung des Kuratoriums, „aber jetzt sehen wir Licht am Horizont.“
Der unmittelbare Effekt muss natürlich nicht bedeuten, dass die Fördermöglichkeiten sich in jedem Jahr entscheidend verbessern. Langfristig jedoch, unterstreichen die mit der Anlage beauftragten Experten, stelle die jetzt gewählte Form der Vermögensanlage eine dauerhaft gute Ausschüttung bei gleichzeitig geringem Verlustrisiko in Aussicht. Für das Förderjahr 2018 jedenfalls eröffnen sich für die Kulturschaffenden noch einmal Möglichkeiten, ihre geplanten Veranstaltungen mithilfe der Förderung durch die Kulturstiftung besser abzusichern. Denn bisher hat das Kuratorium sieben Projekte bewilligt. Der Aufwand, einen solchen Förderantrag zu stellen, ist geringer als gemeinhin vermutet wird. Wer also im kulturellen Bereich noch Ideen verwirklichen möchte, sollte sich an die Geschäftsstelle der Kulturstiftung wenden, die in der Wirtschaftsförderung des Landkreises unter Tel. 05531/707114 oder per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@landkreis-holzminden.de zu erreichen ist. Erste Information zu den Förderkonditionen sind auf der Internetseite des Landkreis Holzminden zu finden: www.landkreis-holzminden.de.
Über die Arbeit sowohl der Kultur- als auch der Naturschutzstiftung informiert jetzt auch eine Stiftungsbroschüre, die die letzte Förderperiode von 2011 bis 2016 genauer beleuchtet. Die Broschüre ist mit zahlreichen Fotos über bereits realisierte Projekte illustriert und vermittelt einen guten Überblick über die Arbeit und die Perspektiven beider Stiftungen. Auch sie steht auf der Internetseite des Landkreises zur Verfügung.

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