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Zufriedene Gesichter beim Kreissportbund Holzminden

Wiesendorf: „Juleica-Ausbildung der Sportjugend ein voller Erfolg“

Holzminden (ozm) - Was lange währt, wird endlich gut. Nach diesem Motto feierte die Sportjugend Holzminden mit ihrer ersten Juleica-Ausbildung in Bodenwerder einen großen Erfolg. Eine Woche lang wurde intensiv gelernt, der Spaß kam dabei aber trotzdem nicht zu kurz.

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Wie komme ich als Gruppe durch die Turnhalle, ohne den Fußboden zu berühren? „Reich‘ doch mal bitte die frei gewordene Kiste nach vorne“, heißt die einfache Antwort. Gutes Teamwork war gefragt beim Juleica-Lehrgang der Sportjugend Holzminden – für die praktischen Einheiten wurde die Münchhausen-Sporthalle in Bodenwerder genutzt.

© Foto: Kreissportbund Holzminden

„Mit unserer Entscheidung, die Hälfte der Teilnehmerbeiträge zu übernehmen, lagen wir goldrichtig“, sagt Bernd Wiesendorf, Vorsitzender des Kreissportbundes Holzminden. Nach zwei vergeblichen Anläufen war dies vielleicht der entscheidende Impuls, dass es nun gelungen ist, zum ersten Mal eine rein sportliche Juleica-Ausbildung auf die Beine zu stellen. „Zusätzlicher Bonus: 40 Lerneinheiten wurden zur Erlangung der Übungsleiter-C-Lizenz angerechnet. Das gibt es so auch nur bei uns“, weist Wiesendorf auf eine weitere Besonderheit des Lehrgangs hin.
Seinen Dank sprach er der Sportjugend-Vorsitzenden Irmgard Schrader aus, die sich bei der Vorbereitung und während der Lehrgangswoche intensiv einbrachte, bis hin zur Übernahme einiger Fachreferate. Ihr Quartier haben die Teilnehmer in der Jugendherberge Bodenwerder aufgeschlagen. „Die gute Verpflegung und Unterbringung war die solide Basis für den Erfolg“, zog Irmgard Schrader ein positives Fazit. Immerhin waren in der kompakten Ausbildung 60 Lerneinheiten von jeweils 45 Minuten zu absolvieren. Für die sportpraktischen Themen wurde die Münchhausen-Sporthalle genutzt.
„Die Teilnehmer waren bunt und vielfältig zusammengewürfelt, was Alter, Charaktere und Vereinszugehörigkeit betreffen“, so Schrader, „die Gruppe hat sehr gut zusammengearbeitet, war stets motiviert und ist zu einem super Team zusammengewachsenen.“ Trotz des umfangreichen Lernpensums sei jeden Abend noch Zeit zum geselligen Spiel und Beisammensein geblieben. Zum großen Themenspektrum des Lehrgangs gehörten Grundlagen wie die Jugendordnung, Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht und Haftung, Jugendschutzgesetz, Umgang mit Konflikten, Planung und Durchführung von Projekten/Aktionen für und mit Kindern, Schutz vor sexualisierter Gewalt, Kindeswohlgefährdung oder Suchtprävention im Sportverein, um nur einige Beispiele zu nennen.
Bei der Sportpraxis wurden kleine Spiele erlernt, außerdem ging es beispielsweise um Themen wie Sicherheit im Sport, Abenteuer und Erlebnissport, Teamarbeit erleben, Interaktionsspiele und den Umgang mit Angst, also die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. „Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben natürlich auch die Referenten, die die verschiedenen Themen innovativ und zeitgemäß vermittelt haben. Hier gilt mein besonderer Dank dem Team von Projekt Begegnung. Die Mitarbeiter haben ihre Kompetenz eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“
„Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die Teilnehmer sich beim Feedback durchweg positiv geäußert haben und von der Ausbildung begeistert waren“, zog Bernd Wiesendorf eine positive Bilanz. „Sie haben sehr viel für ihre Arbeit als Jugendwart/in oder Betreuer/in einer Kinder- und Jugendfreizeit in den Vereinen mitgenommen.“ Damit habe der Kreissportbund erneut unter Beweis gestellt, dass er seine Aufgabe als Dienstleister für die Vereine ernst nehme. Unverständnis zeigte Wiesendorf allerdings über die kurzfristige Absage der STEP-Referenten zum Thema Suchtprävention. „Das hat mich schon sehr verwundert, dass unsere Maßnahme scheinbar nicht die richtige Wertschätzung erhalten hat. Denn wir sind als Sportjugend die größte Vereinigung der Jugendarbeit im Landkreis Holzminden und die Spezialisten für Sucht- und Jugendberatung sagen kurz vor der Veranstaltung ab.“

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