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Kreis Höxter verstärkt Umweltschutz im Winterdienst

Zwei neue Spezialfahrzeuge

Rolfzen (ozv) - Für eine weitere Optimierung im Umweltschutz sorgen zwei neue Spezialfahr-zeuge, die auf dem Bauhof des Kreises Höxter in Rolfzen stationiert sind. Sie werden beim Win-terdienst, bei der Instandhaltung von Straßen sowie zur Pflege von Gehölzen und Grünflächen an Straßen eingesetzt.

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Freuen sich über die zwei neuen, vielseitig einsetzbaren LKW: (v.l.) Straßenwärter Michael Mücka, die Leiterin der Abteilung Straßen beim Kreis Höxter, Heike Lockstedt-Macke, der Leiter des Kreisbauhofs in Rolfzen, Reinhard Bobbert, der Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen, Bauen, Michael Werner und Bauhofschlosser Martin Kukuk.

© Foto: Kreis Höxter

Beim Kälteeinbruch im Februar haben die neuen Fahrzeuge ihre erste große Bewährungsprobe im Räum- und Streudienst bereits bestanden.
„Die LKW sind für die vielfältigen Aufgaben der Bauhöfe besonders ausgerüstet und ganzjährig einsetzbar“, erklärt der Leiter des Kreisbauhofs in Rolfzen, Reinhard Bobbert. Die dreiachsigen LKW, die speziell für die unterschiedlichen kommunalen Arbeiten ausgestattet sind, haben einen Ladekran an Bord und sind für hohe Nutzlasten ausgelegt. „Die dritte Achse ist dafür da, die Mehrlasten aufzunehmen. Sie ist lenkbar und verbessert die Wendigkeit der großen Fahrzeuge“, so Bobbert. Mit Zusatzgeräten ist eine Anpassung der Fahrzeuge an die vielfältigen Aufgaben der Straßenunterhaltung möglich.
Für den Winterdienst sind die neuen Bauhof-Fahrzeuge derzeit mit Schneepflügen und Streuau-tomaten für die Ausbringung von Feuchtsalz ausgestattet. „Um die Umwelt zu schonen und Kos-ten einzusparen, setzt der Kreis Höxter bereits seit 30 Jahren ausschließlich Feuchtsalz ein“, betont der Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen, Bauen des Kreises Höxter, Michael Werner. „Mit den neuen Fahrzeugen können wir den Umweltschutz noch einmal deutlich verbessern. Aufgrund der großen Tanks für Salzsole können wir das bisherige Mischungsverhältnis von 30 Prozent Sole und 70 Prozent Trockensalz umkehren“, so Werner. Selbst das reine Ausbringen von Sole sei mit der neuen Technik der Streuautomaten möglich.
Damit wird nicht nur der Salzeinsatz deutlich reduziert. „Das angefeuchtete Salz haftet besser auf der Fahrbahn und wird nicht gleich vom nachfolgenden Verkehr von der Straße geweht. Au-ßerdem taut das Eis beim Einsatz von Salzlösung schneller auf“, erklärt Bobbert. Je nach Wet-terverhältnissen können die Bauhofmitarbeiter das Verhältnis von Trockensalz zu Sole genau anpassen.

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Mit den modernen Streuautomaten lassen sich unterschiedliche Mischungen – bis hin zur reinen Salzlösung – ausbringen. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

© Foto: Kreis Höxter


Auch wenn der Frühling mit wärmeren Temperaturen und mehr Helligkeit naht, ist der Winter-dienst des Kreises in der Regel bis April immer wieder im Einsatz. Auf den beiden Bauhöfen des Kreises Höxter in Rolfzen und Warburg arbeiten insgesamt 35 Mitarbeiter, die für die Instandhal-tung von Straßen, die Gehölz- und Grünpflege und den Winterdienst sorgen. Für den Winter-dienst auf den Kreisstraßen, für die der Kreis Höxter zuständig ist, stehen für elf Streubezirke sechs kreiseigene Lastkraftwagen und fünf Fahrzeuge von beauftragten Unternehmen bereit.
„Im Winter arbeiten die Bauhofmitarbeiter im Schichtdienst“, erklärt Heike Lockstedt-Macke. Schon in der Nacht ist der Wetterbeobachter dran, seine Schicht beginnt um 2.30 Uhr. Er prüft die Straßenverhältnisse und entscheidet, ob ein Winterdienst-Einsatz erforderlich ist. Ist das der Fall, alarmiert er die Bauhofmitarbeiter, die Bereitschaft haben. Diese starten dann vom Bauhof aus mit ihrem Räum- und Streufahrzeug zur festgelegten Tour durch ihren Streubezirk.
Die Salzlager des Kreises Höxter sind noch gut gefüllt. Die 2013 gebaute Salzhalle auf dem Bauhof in Rolfzen fasst 960 Tonnen Salz. Das entspricht den Ladungen von rund 40 Sattelzügen. Auf dem Bauhof in Warburg können bis zu 350 Tonnen Salz gelagert werden.
Die Bauhofmitarbeiter sorgen mit ihren Einsätzen im Winterdienst nach besten Kräften für die Befahrbarkeit der Kreisstraßen von 6 Uhr bis 22 Uhr. Dennoch gilt für die Verkehrsteilnehmer der Grundsatz, ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen stets anzupassen. Hilfreich ist es für die Kreismitarbeiter auch, wenn beim Parken in engen Ortsdurchfahrten an die überbreiten Winterdienstfahrzeuge gedacht wird.

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