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Sexuelle Bildung und Schwangerenberatung

pro familia - Jahresbericht 2017

Holzminden (ozbs) - Das Beratungsangebot der pro familia stößt nach wie vor auf großes Interesse, wie die gleichbleibenden Beratungszahlen aus dem Jahresbericht 2017 zeigen, der nun vorliegt.

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Das Beratungsangebot von pro familia wird gut angenommen.

© Foto: privat

Sexuelle Bildung befasste sich früher oft mit Themen wie Schüchternheit überwunden werden kann oder woher die nötigen Informationen kommen. Heute geht es eher darum, mit einer Überflutung von sexuellen, auch pornografischen Inhalten klarzukommen und sich zurecht zu finden. Sexuelle Bildung ist heute nicht mehr vorstellbar ohne die Themen Medienkompetenz und Prävention von sexueller Gewalt.
Das sind die Erfahrungen der Familienberatungsstelle pro Famillia, die seit fünf Jahren in der Uhlenflucht 20 in Holzminden wirkt. Pro Familia wurde 1952 in Kassel gegründet, seit 1981 gibt es sie auch in Holzminden. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 451 Beratungsgespräche geführt und 31 Gruppenveranstaltungen durchgeführt. Erstmals dabei waren landkreisweit mehrere Gruppen der Kinderfeuerwehr, die sich spielerisch mit dem Thema „Grenzen erkennen, Grenzen setzen“ auseinandergesetzt haben.
Für Schulklassen und andere Gruppen sind die klassischen Themen interessant: Verhütung, Erste Liebe, Rechtliches, Jungen- und Mädchenrollen, Sex und Medien (auch Social Media), HIV, Prävention von sexueller Gewalt, Fragen der geschlechtlichen Identität. Bei Interesse kommen die beiden sexualpädagogischen Fachkräfte der pro familia gern in die jeweilige Schule bzw. Einrichtung. Kleine Gruppen können auch Gruppenveranstaltungen in der Beratungsstelle in der Uhlenflucht buchen.
Neben der sexuellen Bildung spielt auch die Schwangerschaftskonfliktberatung eine große Rolle. Pro familia bietet die gesetzlich vorgeschriebene Beratung vor einem Schwangerschaftsabbruch an. Interessant ist die Zunahme des Anteils der Partner an diesen Gesprächen: Von 82 Gesprächen war 17 Mal der Partner dabei. Den Löwenanteil an der Beratung bilden die sozialrechtliche Beratung für Schwangere sowie die Paar- und Sexualberatung. Hier wurden 369 Gespräche geführt. Paare mit geringem Einkommen, die ein Baby erwarten, können über die Mutter-Kind-Stiftung einen Antrag für die Erstausstattung stellen.

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